IG Spur 1 Module Rhein-Neckar,

Mannheim (IGMA)

Scherengitter Donnerbüchsen 

Bei den Hübner Donnerbüchsen stört eigentlich nur der optisch „unschöne“ Wagenübergang wegen der fehlenden Scherengitter. Hier soll unsere Umbauaktion helfen. Es ist voranzuschicken, dass das Kuppeln der Wagen bei gleichzeitigem Einfädeln der Scherengitter eine fummelige Angelegenheit ist, die ungeduldigen Plug-and-Play-Modellbahnern nicht empfohlen wird. Das Scherengitter ist ein – in sich nicht bewegliches – Messing-Gussteil, welches an dünnen Drähten zwischen den Bühnen aufgehängt wird. Zum notwendigen Längenausgleich in der Bogenfahrt kann es sich auf den Drähten frei bewegen. Zum besseren Aussehen wird das Scherengitter durch zwei kleine Federn zentriert zwischen den beiden Wagen gehalten.

Abhängig von Nachfrage und Vorrat können wir interessierten Modellbahnern ein Set – bestehend aus 2 Gussteilen, Federn und 0,4mm Drähten - anbieten, mit dem ein Wagenübergang gestaltet werden kann. Interessenten melden sich bitte per Email.

Die einzelnen Umbauschritte werden in Folgenden beschrieben. Im Moment haben wir aber nur eine Version für solche Donnerbüchsen vorgesehen, die Puffer an Puffer gefahren werden.

 

 

1.     Zunächst ein Bild vom fertigen Bühnenübergang mit Scherengitter.

 

 

 

 

2.     Schrauben lösen und Aufbau vom Chassis abheben. Bei verschiedenen Wagen ist die Plattform ab Werk mit einigen Klebertropfen gesichert worden. Dann vorsichtig mit den Schraubendreher lösen.

 

 

3.     Bühne auf einen Holzklotz legen und mit scharfem Messer das alte Scherengitter gem. Foto herausschneiden. Den oberen Scharnierwinkel noch stehen lassen.

 

 

 

 

4.     ... und erst im zweiten Schritt wegschneiden, damit sich eine saubere und winkelige Oberfläche ergibt. Mittig 0,6 mm Loch setzen (am besten erst 0,5 vorbohren)

 

 

5.     Gussteil entgraten, von Gipsresten befreien und richten, insbesondere die äusseren Spitzen der Scheren ganz andrücken. Die Führungslöcher für die Drähte mit 0,6 mm aufbohren. Die Angüsse mit der Trennscheibe oder einem ganz feinen Laubsägeblatt abtrennen. Keinesfalls einen Seitenschneider verwenden, da dies zwangsläufig zum Verziehen der feinen Streben führt.  Den mittleren Anguss kann man zum Lackieren noch stehen lassen. Zum später leichteren Abbrechen, sollte man ihm an der Oberseite bereits eine leichte Einkerbung verpassen.

 

6.     Um das späteren Kuppeln zu erleichtern, werden die beiden Scherengitter an einer Plattform fest aufgehängt.

 

7.     Aus beiliegendem 0,4-er Draht passende (nicht zu enge!) Ösen biegen und 4 Drähte auf 35 mm ablängen. Auf den unteren Draht die Feder aufschieben und das Scherengitter oben und unten in die 4 Führungslöcher einfädeln. Das Scherengitter ganz an die Bühne drücken und den Draht kurz vor den gegenüberliegenden Führungsnasen nach innen abwinkeln.

 

8.     Jetzt können die Bühnen und der Aufbau wieder auf dem Fahrwerk montiert werden

 

 

9.     Für die Bühne am gegenüberliegenden Fahrzeug für 4 Drähte Ösen biegen und auf 18 mm ablängen. Zum leichteren Kuppeln kann man die Wagen auch in einen Gleisbogen stellen. Übergangsblech runterklappen und die 4 Drähte einhängen. Am hinteren Scherengitter mit dem Einfädeln beginnen. Danach dieses soweit rüber schieben, dass es nicht mehr rausrutschen kann.

 

 

10.  Ist auch das vordere Gitter eingefädelt, können die Wagen zusammengeschoben und gekuppelt werden.

 

 

11.  Bei Wagen mit geschlossenen Übergängen wird statt der senkrechten Löcher im Bühnengeländer horizontal in den Wagenkasten gebohrt.

 

 

12.  Die Führungsdrähte (ca. 65mm lang) mit Sekundenkleber am Scherengitter festkleben. Die Federn kann man zum besseren Einfädeln ebenfalls mit Sekundenkleber leicht fixieren.

 

 

13.  Auch beim Übergang von offener Bühne auf Wagen mit geschlossenen Wagenkasten, ragen die Haltedrähte wieder in horizontal Bohrungen.

 

 

14.  Die Drähte erhalten Ösen und jeweils die Länge von oben 57 mm und unten 53 mm. Die Federn sollte man mit Sekundenkleber fixieren, aber Vorsicht, damit die Bohrungen nicht zulaufen.

 

 

15.  Zum Abschluss noch mal ein Blick auf den nunmehr harmonisch geschlossenen Wagenübergang. Wer Gefallen daran gefunden hat, sollte sich ruhig mal an diese Bastelei wagen. Wer Sorge hat, dass es wegen Einfädeln der 0,4-er Drähte eher eine „Fummelei“ ist, sollte es erst mal nur an einem Wagenübergang testen. Bei Nichtgefallen kann man immer noch zurück und die beiden herausgetrennten Übergangsgitter wieder einkleben.

06.2007.ab