IG Spur 1 Module Rhein-Neckar,

Mannheim (IGMA)

Das Einfädeln der Gleisjoche ist mitunter recht schwierig, insbesondere wenn es sich um längere Profile oder um Kurven handelt, weil die Schwellen verkanten und sich dann festklemmen. Deutlich leichter geht es, wenn man sich ein „Einfädelbrett“ und einen „Schiebeklotz“ aus Holz baut, damit die Schwellen immer parallel gehalten werden.

 

Das erste Gleisjoch wird festgeschraubt. An die Profile werden vorher die Anschlusskabel angelötet; an dieser Stelle die Rastnasen des Gleisjochs wegschneiden

 

Man kann das Kabel auch an einen Schienenverbinder löten.
Man sollte auf die kurze Distanz bis zum Ringleitungsverteiler immer nur dünne und flexible Modellbahnlitze nehmen. Der Spannungsabfall auf den wenigen Zentimetern ist absolut unerheblich; die höhere Flexibilität schützt aber vor Kabelbruch (Schienenprofile wandern immer ein wenig und Modulkästen verwinden sich bei Transport und Aufbau) !

 

 

 Das Einfädelbrett und die Anschlagklötzchen bestehen aus 6 mm Sperrholz. Achtung: die Gleisjoche haben einen asymmetrischen Schwellenabstand; deshalb die Gleisjoche immer in gleicher Richtung einlegen

 

 

Das Einfädeln

 

 

Jetzt kann das Einfädelbrett rausgenommen werden

 

 

Beim Schiebeklotz sind die Anschlagkötzchen 9 mm hoch

 

 

Jetzt kann das Gleisjoch problemlos verschoben werden

 

Bei Bogengleisen unter 2 Meter Radius empfiehlt sich eine Profilbiege-Einrichtung; darüber geht es notfalls auch von Hand. Hilfreich ist immer, die Mittel-Linie per (Schnur-)Zirkel oder Schablone aufzuzeichnen. Bei Modulübergängen im Bogen sollte man immer mit Biegemaschine arbeiten und darauf achten, dass erst nach dem Biegen abgelängt wird. Der Schnitt im gebogenen Profil garantiert auf Dauer einen sauberen Bogenverlauf, auch ohne Schienenverbinder.


Nachtrag 08/2018


Es gibt oft Situationen, dass Schienstöße nicht so fluchten, wie sie eigentlich sollen. Spur 1 NEM Radsätze sind zwar sehr großzügig, was einen Seiten- oder Höhenversatz angeht, aber manchmal geht es auch um die elektrische Verbindung oder um spätere Nachbesserungen. Von anderen Spurweiten - speziell LGB - kennt man schon verschiedene Bauformen von Schienenverbindern mit Schrauben. Für Spur 1 haben wir uns nun diese Version ausgedacht:
k P1060286
Der Schwalbenschwanz-Einschnitt umklammert den Schienenfuß und wird auf der anderen Profilseite durch Schrauben festgeklemmt. Die Verbinder passen zu allen üblichen 5mm Profilen und sind als 4er-Gussteil zusammen mit den zugehörigen M2 Senkkopfschrauben erhältlich.
k P1060280
Die Nacharbeit umfasst das Entgraten, das Versäubern von "Guss-Knubbeln" (entstehen durch Lufbläschen während des Giessvorganges), nachbohren mit 1,6, Gewinde M2 nachschneiden und das Abtrennen vom Gussbaum.
Bei mechanisch besonders hohen Beanspruchungen können auch noch 2mm Beilagscheiben verwendet werden; bitte bei Bestellung darauf hinweisen. Die Schraubenseite kann man sowohl nach aussen als auch nach innen legen.
k P1060284
Die Teile können aber auch fertig bearbeitet bezogen werden.
k P1060285
Sehr gut möglich ist auch eine Verwendung zur (nachträglichen) Stromeinspeisung. Dazu kann man die Gussteile auch mittig trennen und erhält so die doppelte Ausbeute.


 

06.2006.ab
08.2018.ab