IG Spur 1 Module

Rhein-Neckar

Im ersten Beitrag geschah der Umbau der Formsignale noch mit dem sorgfältigen Ausarbeiten des Vierkant-Ausschnittes in der Anlagengrundplatte, der manuell anzureißenden Bohrung für das Gestänge sowie der umständlichen Antriebsmontage "unter Tage". Die jetzige Fortsetzung bringt einige Erleichterungen, die zunächst mit der Lochsäge (D = 35 mm) beginnt:

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Beim nachträglichen Signaleinbau in vorhandener Landschaft sind Stein- und Schotterreste vorher zu entfernen, um die Säge nicht unnötig stumpf werden zu lassen

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Ist das Loch eingearbeitet, braucht nur noch der fertig vorbereitete Signalsockel von unten eingesteckt und mit 2 Schrauben fixiert werden

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Für den Böhler Antrieb gibt es nun ein kleines Set mit gelaserten, 10 mm starken Holzteilen und einer Steckverbindung für den Mastfuß:

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Die im Foto etwas dunklere Scheibe ist nur etwa 3 mm stark und dient zur Anpassung an ggfs. dickere Grundplatten. Im Holz sind bereits alle Bohrungen an den passenden Stellen verhanden. Die Löcher für den Stelldraht müssen noch auf 1,2 mm aufgebohrt werden. Die Trägerplatte wird in die Deckplatte geleimt (auf seitenrichtige Lage achten !) und mit einer Senkkopfschraube fixiert. Danach die Buchse einschrauben.



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Anschließend den Mastsockel vorbereiten (wie im ersten Bericht gezeigt). Wer eine Drehbank hat, kann sich auch den Gewindestift abdrehen und auf M3 reduzieren. Das hat den Vorteil, dass auf die M4 Bohrung im Mastfuß verzichtet werden kann und damit das Risiko einer schiefen Bohrung vermieden wird. Auf Wunsch können wir auch bereits das M3 Gewinde schneiden

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Zum Aufkleben der oberen Holzringe, den Mastfuß aufstecken und zur genauen Ausrichtung den Schaft des 1,2 mm Bohrers in das Loch für den Stelldraht stecken





Der durch den Boden gehende Teil der Stellstange wird zu einem Haken gebogen, die sauber in den Böhlerantrieb passen muss. Und das Kabel für die Laterne anlöten





Wer eine nachjustierbare Verbindung möchte, biegt aus 1 mm Ms-Draht einen U-förmigen Bügel, fädelt ihn in den Antrieb ein, klemmt eine M2 Mutter dazwischen und lötet diese schnell und "schmerzfrei" fest. Vorher alles gut blank machen und die Wärme beim Löten mit einer Zange ableiten. Auf das Ende der Ms Stellstange wird der Rest einer M2 Schraube und das Anschlusskabel für die Signallaterne gelötet

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Die Märklinsignale sind an den Stellstangen und dem Gegengewicht oft von Korrosion befallen. Dann lässt sich das Gewicht meist auch nicht mehr vom Gestänge abziehen. In solchen Fällen wird der Draht unterhalb vom Gewicht gekappt und das Gewicht - da besser erreichbar - von unten zur Isolierung aufgebohrt. An dieser Stelle dann auch das Lampenkabel anlöten

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Neuere Versionen des Signals haben kein Gegengewicht mehr. Dann isoliert man die Stellstange mit einem kleinen Stückchen Leiterplatte








Als Decoder nehmen wir gerne den preiswerten Kit "ZweiPol Weiche" von Sven Brandt (oder: www.Digital-Bahn.de)

 

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Nunmehr ist die Antriebseinheit fertig, kann in die Anlage eingesetzt und der Mast in der bekannten Weise eingesteckt werden.





Der Böhler Antrieb wird mittlerweile von einer Fa. Kaleas vertrieben und ist unangenehm teuer geworden. Deshalb haben wir nun auch eine Halterung nach dem selben Prinzip für den deutlich günstigeren Fulgurex - Antrieb geschaffen. Diesen gibt es übrigens bei Conrad derzeit (06/2013) zu einen recht fairen 10-Stück-Preis


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02.2013.ab
06.2013.ab