IG Spur 1 Module Rhein-Neckar,

Mannheim (IGMA)

Angeregt durch den Umbaubericht von Axel Henkenjohann im HP 1 Modellbahnmagazin (Heft 22), habe ich mich ebenfalls daran gemacht meinen Märklin-Maxi Glaskasten etwas aufzubessern. Ich hatte vorher noch nie an einer Lokomotive gebastelt, aber ich denke selbst für den Ungeübten ist es ein Versuch wert, der sich allemal lohnt. Zum Vergleichen mit dem Umbau von Hr. Henkenjohann ist diese Lok natürlich nicht.

 

An Teilen hatte ich folgendes besorgt:

Fa. Märklin:

  • 1 Hochleistungsdecoder 60955
  • 1 Achse ohne Haftreifen

Fa. HEGOB:

  • 1 Satz Federpuffer

Fa. WILGRO:

  • 6 DB-Lampen groß
  • 1 Generator mit Halteblech
  • 1 Satz Rauchkammerriegel
  • 1 Druckluftgehäuse
  • 1 Dampfpfeife
  • 1 Satz Dachhebehaken
  • 1 Satz Rohrverbinder groß und klein
  • 1 Luftbehälter

Beckert-Modellbau:

  • 1 Satz Lokschilder

Fa.Conrad:

  • Messingrohre verschiedener Durchmesser

Die in HP1 angegebene Ersatzteilnummer für die Achse war falsch, mein Händler rief mich an und meinte „Der Glaskasten ist da, er kann abgeholt werden“. „Nein, ich wollte eigentlich nur eine Achse ohne Haftreifen“ war meine Antwort und nach zwei Wochen hatte ich das Teil dann auch. Die Achse, die ich dann erhielt, hatte falsche Gegengewichte, den falschen Kurbelzapfen und kein Zahnrad.

Aufgrund von Problemen bei der Passgenauigkeit, haben wir den alten und den neuen Radsatz mit Hammer und Durchschlag jeweils komplett in alle Einzelteile zerlegt und dann alles wieder vorsichtig zusammengesetzt. Vorher muss man sich allerdings auf den neuen Radscheiben den Winkelversatz mit Filzstift markieren. Danach dann in dieser Reihenfolge montieren: den alten Kurbelbolzen einpressen,  den alten Plastikradstern einsetzen, Radscheiben auf die alte Achse (mit dem Zahnrad) aufpressen.

Zunächst ging es daran, den Glaskasten komplett zu zerlegen. Die eingebaute Elektronik wurde ausgebaut und am Hochleistungsdecoder die obere Platine abgezwackt. Die unansehnlichen Schleifer habe ich sodann entfernt und die dadurch entstandenen Löcher links und rechts mit einem Stückchen Polystyrol beklebt. Das Bremsgestänge habe ich zusammengelötet, da es sonst im Fahrbetrieb sicher zu Problemen führen kann. Befestigt habe ich es jeweils mit Sekundenkleber auf dem Gehäuseboden. Die DB-Lampen sollten vor Einführen der Lämpchen innen weiss gestrichen werden. Danach kann man, zumindest die unteren, mit Sekundenkleber festkleben und elektrisch anschließen. Die Stirnlampe vorne habe ich mittels eines kleinen Bleches auf die Verschraubung des Schornsteins montiert.

Auf den Kessel wurden einige Messingrohre gelötet wie es in HP1 gut ersichtlich war. An einem Fenster habe ich die Verglasung entfernt, so kann der Lokführer eine Hand hinausstrecken und die Leute am Kohlebansen begrüßen. Die Montage der hinteren Stirnlampe ist aufgrund der Platzverhältnisse beim Zusammenbau recht mühsam. Danach wurde der Einsatz der „Kunststoffbekohlung“ um 180° gedreht und mit feiner Kohle beklebt.

Auf dem Dach fanden die Dampfpfeife und die Dachhaken ihren Platz. Zur Befestigung eignet sich hierfür hervorragend Sekundenkleber. Den Generator habe ich angelötet und dabei das Gehäuse der Lok ziemlich „verbruzzelt“, was aber durch das Streichen mit mattschwarzer Farbe gar nicht mehr auffällt. Den Holzboden gestaltete ich aus 1mm Balsaholzstreifen, die ich mit Eiche-dunkel beizte. Sicher sieht Furnierholz hier besser aus, da es dünner ist und mit seiner Maserung echt aussieht. Die Vorreiber an der Rauchkammertür wurden mit Sekundenkleber befestigt. Auf der Kesselseite wurde am Führerhaus die Wassereinfüllstutzen aus Holz und Polystyrol gebastelt und hingeklebt. Dazu muss die Luftpumpe nach vorne versetzt werden und ein Messingrohr in den Führerstand gelegt werden.

Nicht zu vergessen ist die Montage der Federpuffer und die Kürzung der Kolbenstangen sowie das Anbringen der Kolbenstangen-Schutzrohre aus 2mm Rundmesssing. Vorne sind natürlich noch Bremsleitungen und Schraubenkupplung angebracht (hinten fehlen erstere noch), Dampfleitungen werden in Kürze montiert.  Zu guter Letzt wurden einige Stellen mit dem Pinsel mattscharz gestrichen und danach die geätzten Lokschilder, die ich in mattschwarz bestellt hatte, an die Lokomotive geklebt.

Alles in allem eine schöne Bastelei mit dem Ergebnis, eine hübsche Lokomotive auf der Anlage fahren zu sehen. Eine kleine, aber feine Lokomotive, die es sich lohnt zu supern. Allerdings ist es ratsam Hr. Henkenjohanns Bericht auch als Anleitung zu nehmen.

03.2003.Alfred Barth (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)