IG Spur 1 Module Rhein-Neckar,

Mannheim (IGMA)

Umbau der Stirnlampen

Bei der im Jahr 2004 erstmals - noch unter der "Marke"  Maxi - ausgelieferten V60 wirkte sich  noch ein genereller Designfehlers beim "billigen" Maxi-Delta-Decoder aus. Es musste daher beim Einbau eines anderen Decoder und neuer Microbirnchen die  bisherige LED Verdrahtung samt Zwischenplatine entfernt werden. Bei dieser Gelegenheit hatten wir die überdimensionierten Stirnlampengehäuse gegen solche der Märklin Köf ausgetauscht und auch die aussen sichtbare Kabelverlegung optimiert. Zur leichteren Montage der Köf – Lampenkappen wurde zunächst ein kleiner Distanzring aus Messing gedreht. Später hatten wir dann das abgebildete Gußteil geschaffenen. Dieses ist zur Aufnahme von 19 V  Microbirnen vorgesehen. Das Birnchen hat zwei isolierte, dünne Zuleitungen, die sich unauffällig an der Rückseite der Rangierbühne verlegen lassen. Obwohl die Birne für 22 V ausgelegt ist, betreibt man sie jedoch vorsichtshalber mit einem Vorwiderstand von jeweils 100 bis 150 Ohm. Sowas verlängert die Lebensdauer ganz erheblich.

 

Der Umbausatz – bestehend aus 6 Messinglampen, Glühbirnchen und passenden Glasscheiben.
Man kann die Kabelführung am Gussgehäuse auch so wählen, dass - vorbildensprechend - ein Kabel unten aus dem Lampenkörper herausgeführt wird. Danach richtet sich dann, welche Bohrungen noch am Lampen-Gussteil auszuführen sind.

Da die alten V60 Lampen eingeklebt sind, muss man beim Ausbau notfalls etwas kräftiger drangehen: mit der Flachzange den Lampenkorpus drehen.

In den beiden Öffnungen der Führerhausvorbauten befinden sich noch kleine Rastnasen, die man entfernen muss, damit die neuen Lampen plan sitzen. Dazu das Führerhausdach demontieren (Antenne und Lüfter kann man abschrauben) und die Vorbauten nach oben abziehen, damit man besser arbeiten kann.

Im Laufe der Zeit hat Märklin bei jeder  Neuauflage das Innenleben der Lok immer wieder umgekrempelt, was sich vor allem in ständig wechselnden Decodertypen zeigt. Für den Anschluss der Microbirnchen kann deshalb kein allgemeingültiges Rezept gegeben werden. Eines hilft immer: die LED Kabel bis zur Trägerplatine zurückverfolgen. Auf dieser Platine befinden sich dann die Vorwiderstände der LED, die man nun gegen die Passenden für Birnchen austauschen kann.

 

Einbau von Federpuffern und Bremsschläuchen

Gut geeignet sind - sofern noch erhältlich - die Hübner Federpuffer Nr. 4059, da diese nicht mehr lackiert werden müssen. Die alten Puffer lassen sich über die Muttern leicht lösen. Beim Aufbohren der Pufferbohle ist Vorsicht geboten, da sie aus Zinkdruckguss besteht (Bohrer fressen sich fest). Wer an eine Drehbank rankommt, kann den Vierkantansatz am Hübnerpuffer auf 4,5mm abdrehen; dann kann man beim Aufbohren  größere Bohrer. verzichten. Vor dem Einkleben Lackreste an der Pufferbohle entfernen. Nach dem Einkleben sollte man die schwere Lok sicherheitshalber nicht mehr an den Puffern tragen. Passende Puffer sind aber auch bei Hegob erhältlich.

Bei den Bremsschläuchen kann man auf beliebige Typen zurückgreifen; es muss nur der für die Pufferbohle vorgesehene Haltesteg weggeschnitten werden.

Änderung der Kupplungsbefestigung

Die Märklinkupplung wird standardmässig mit einer deutlich sichtbaren Kreuzkopfschraube befestigt, die den optischen Eindruck der Pufferbohle bei allen Fahrzeugmodellen unnötig beeinträchtigt. Diese Schraube ersetzen wir durch den abgebildeten Kupplungshaken aus Ms-Guss, der wesentlich besser aussieht und gleichzeitig das Anhängen von Wagen mit Schraubenkupplung erlaubt.

 


 

V60 vor dem Umbau

 

V60 nach dem Umbau mit zierlichen Lampen und zusätzlichem Kupplungshaken

 

 

V60 nach Umbau: So kaschiert man die Kabel

 

 

Die aufgerüstete Pufferbohle

 

02.2010.ab