IG Spur 1 Module Rhein-Neckar,

Mannheim (IGMA)

Im November 2004 erschienen die Modelle der BR 01 von Kiss und wurden von den Modellbahnern freudig angenommen. Sogar in dem als kritisch geltenden Spur 1 Forum gab es kaum Kritik, sieht man mal von Esu-Pannen ab. Dies lag primär an der neuen Decoder Generation XL3.x, die soundmäßig uns noch nicht überzeugt und dem bis heute (Stand 02.2005) noch nicht fehlerfrei arbeitenden Programmer. Nachfolgende Tipps zeigen primär, wie man das Modell seinen individuellen Vorstellungen anpassen kann oder Verfeinerungen vornimmt, die beim Hersteller wohl aus Kostengründen unterblieben. In diesem Beispiel wurde die 01 220 in die Kur genommen; für die anderen Varianten gelten die Vorschläge in ähnlicher Weise.

Auch wenn an der Lok – wie hier – noch nichts verändert wurde, ist sie eine imposante Erscheinung. Die Lok öffnet man übrigens mit 6 Schrauben: Oberhalb des Steuerungsträgers ist das Umlaufblech rechts und links verschraubt (nur mit Elektronikschraubenzieher mit sehr langer Klinge erreichbar), 4 gut sichtbare M3 Schrauben halten dann noch das Chassis. Bei der Schürzenversion ist vorne die Pufferbohlenabdeckung noch mit 2 Schrauben befestigt. Vorher noch die Steuerungsstange aushängen.

 

Der Kuppelabstand zwischen Lok und Tender ist unnötig weit und lässt sich korrigieren, indem man die Montageplatte ganz zurücksetzt. Die ursprüngliche Haltenase für die Feder wird abgeschnitten. Die Abdeckplatte vom Nachläufer erhält eine ovale Aussparung und ein 1 mm Loch, um die Feder einzuhängen. Die Montageplatte der KK wurde mit Sekundenkleber in der neuen Position fixiert und mit einer M2 Schraube (erkennt man gerade noch unter dem Kulisenblech) befestigt. Der Entkupplungshebel wird gem. Foto nachgebogen

 

 

An einigen Stellen sind die Kabel zu den LED störend sichtbar. Nachdem die erstmals verwendeten Warmton LED auch noch nicht so ganz überzeugen, wurde auch diese Lok auf Micro-Birnchen umgerüstet

 

Die Kabel wurden nicht mehr frei nach hinten geführt und das Loch im Tender verschlossen (vergleiche auch Bericht zur BR 50)

 

Auch hier wurden die Kabel nach unten weggeführt und das Loch in der Tenderwand verschlossen. Die LED wurden durch unsere 2,3 mm starken Microbirnen mit 300 Ohm Vorwiderstand ersetzt. Weitere Einzelheiten auch im Bericht zur BR 23.

 

Die Triebwerksleuchten erhalten auch Birnchen. Am Auslass vom Sandbehälter wird vorsichtig mit 1,0 mm gebohrt um die Sandfallrohre später einkleben zu können

 

Der Lampenträger wird abgeschraubt um das überstehende Rohr besser abschneiden zu können und die Löcher für die Kabelführung zu bohren.

 

Vorarbeit zur Neuaufhängung der Bremsbacken am Nachläufer: Begrenzung des Seitenspiels in der Achslagerung

 

Aufhängung der Bremsbacken an den beiden vorhandenen Löchern der Federpakete

 

Die Abstandshalter bestehen aus 3 x 3 Ms Vierkantmaterial

 

Jetzt liegt die Bremsbacke dicht am Rad an (zuvor war sie in dem Auge rechts daneben angebracht)

 

Das Sandfallrohr (Ms Draht 1,0) mit der Düse (Ms Rohr 1 x 2 drübergelötet) wird an der Bremsbacke angelötet.
Die hochwertige Farbe verträgt es sogar, wenn man mit der Flamme lötet. Da die Bremsbacken etwas zu weit über die Radreifen hervorstehen, wird der Befestigungszapfen abgezogen und um 1,2 mm gekürzt.
Das untere Auge wird um das gleiche Mass schmäler gefeilt.

 

Mit diesem Lötgerät (Conrad, ca. 20 Euro) wurden die Sandfallrohre angelötet

 

Der obere Teil der Sandfallrohre endet blind hinter den Bremsbacken

 

Diese an sich „geköpfte“ Bremsbacke ist jetzt nicht mehr „kopflos“ (ziemliche Fummelarbeit mit Resten aus der Bastelkiste)

 

Die Birnchenkabel wurden hinten mit Metallfolie abgeklebt und führen „unsichtbar“ vorne unter dem Trittbrett ins Innere der Lok

 

Die Wirkung von gekürzter Tenderkupplung, neuer Bremsbacke und „Gummitüren“ (vergleiche auch BR 50 und Märklin BR 01)

 

Neue, gröbere Kohle

 

Triebwerksbeleuchtung und Sandfallrohre

 

 

Die Bremsbacken fluchten jetzt mit den Radsätzen