IG Spur 1 Module Rhein-Neckar,

Mannheim (IGMA)

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Die Königin des badischen Lokomotivbaues, die bad IVh als 18 316 hat in der nordbadischen Metropole Mannheim ihre letzte Bleibe im "Technoseum" (vorm. Landesmuseum für Arbeit und Technik, kurz LTA) gefunden. Auch bertrieblich war sie ganz eng mit Mannheim verbunden, beförderte sie doch vornehmlich den Rheingold zwischen Mannheim und Basel Bad. Bahnhof.
Genauso betrüblich wie der jetzige Aufstellungsort im Freien und zwischen engen Mauern und Pfeilern, verlief auch die letzte Betriebsperiode unter Regie des LTA. Schon die "kostengünstige" Aufarbeitung in Schneidemühl (Pila, Polen) lies die Maschine nie sorgenfrei laufen und die Querelen mit den UEF als Betriebsführer brachten der Lok wenig gute Einsätze.
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Das tragische und endgültige Aus war dann der Radreifenbruch kurz nach der Jahrtausendwende.
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Tröstlich insofern, dass in Sinsheim ein neuwertiges Modell der 18 316 erworben werden konnte.
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Doch auch hier war der Einsatz der 18 316 (im Hintergrund) nicht von guten Sternen begleitet, denn sie wurde von der Schwesterlok 18 323 mühelos überrundet. Nach gut 10 Betriebsstunden unter mittlerer Last ist bei der 316 die Zugkraft immer weiter eingebrochen, bis sie praktisch auf null gegangen ist.
Ursache: das Zahnrad auf dem Treibradsatz rutscht durch.
Überstellung ins AW, Aufenthalt über ein arbeitsintensives Wochenden, Kurzdoku der Reparatur hier.
Die Thematik war wegen den geteilten Achsen (i.Z. mit dem beliebten "Kugellager-Stromaufnahme-Thema") leider nicht ganz trivial.
Das Foto entstand an sich, weil man gut sieht, dass die 316 die Ep. 3a wiedergibt, also noch den Zustand, bevor die Rauchkammer verlängert wurde, um die größeren Einströmrohre für die Gegendruckbremse zum Versuchsbetrieb einzubauen.
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Die neue E 44.5 von Thomas zog dagegen unbeirrt ihre Runden.
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Die Bahnsteigleuchten (Beli-Beco Nr. 122 991) wurden von 2 auf 4 LED umgebaut, um dem Eindruck von Leuchtstoffröhren näher zu kommen.
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Die dazu gehörigen Stecksockel erhielten eingeschliffene Nuten, um mit einem Kreuzschlitzschraubendreher leichter montieren zu können.
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Die Steckfassung zur beschleunigten Verdrahtung über vorkonfektionierte Ringleitungen vorbereitet.
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Ganz erstaunlich, welche enorme Lichtausbeute diese LED (PLCC2) bei ganz geringem Energirverbrauch (4x 2,7 V bei ca. 1,5 mA pro Lampe) haben. Das gesamte Raumlicht war bei dieser Aufnahme ausgeschaltet. Die Wagenbeleuchtungen sind in der Helligkeit fast immer reduziert, damit sie bei solchen Lichtverhältnissen nicht unnatürlich überstrahlen.

Inzwischen fiel auch der Startschuss für das nächste Projekt mit mit den Bahnsteigüberdachungen, die dann in dem derzeit noch dunkleren Bereich im Hintergrund aufgebaut werden.
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Skizze Bahnsteig
Die Stützen samt Gebälk bestehen aus einem 3 mm starken Sperrholzteil,  von den zwei gegeneinander geklebt werden und somit zusammen auf 6 mm kommen
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Auf einer Seite pro Einheit wurden die Stützen innen geschlitz, um die Kabelzuführung und die Steckverbinder zum "Beton"-Sockel aufzunehmen. Oben erkennt man den Austritt der beiden Drähte.
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Aufnahmen vom Baufortschritt:
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Ein erster Stellversuch mit 5 Feldern à 12,5 cm. Im Endausbau sind zwei Hälften zu 75 cm mit je 6 Feldern vorgesehen.
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Die "Beton"-Sockel werden später auf den Bahnsteig geklebt (und nehmen auch die oben erwähnte Steckfassung auf). Zunächst werden die Kästchen aus 10 mm Sph und die Bodenplatten aus 1,5 mm Mdf gelasert und zusammengeklebt. Die Aussenkanten erhalten auf dem Tellerschleifer eine ebene und glatte Oberfläche, die dann die "Beton"-Farbe aufnehmen kann. Statt Aufkleben ist auch ein Verschrauben durch das Bodenloch möglich. Bilder usw. folgen.
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Um das Ponal ganz gering dosieren zu können, wurde aus einer Ms M 2,5 Schraube eine 1,5 mm Düse gedreht (im Bild noch die Vorgängerversion aus Stahl).
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Die Fugen im Dach werden grob verspachtelt, damit es keine Einfallstellen gibt, die durch das Klebeband (= Modell-Dachpappe) sichtbar wären.

Fahrtag September 2018
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Rainer brachte diesen Zug mit: 01.10 (Basis Kiss) in Teilverkleidung Ende der 40-er mit "wunder"-baren Wagen
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Weiterhin drehte seine neue Dingler 56.20 einige Runden
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Hans-Peter hatte Ersteinsatz mit dem neu ergaterrten VT 11.5
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Auf der Bergstrecke der VT von Andreas im Tourismuseinsatz
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Mit den Bahnsteigdächern ist es weitergegangen
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Als Lampenschirme dienen 5mm LED Reflektorkappen, die mit Hilfe einer M5 Schraube auf der Drehbank gespannt und auf Länge abgestochen wurden.
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Die Beleuchtung (im Uhrzeigersinn):
- die PLCC2 Led mit Stabilit aufkleben
- LED und 0,5 Ms Draht getrennt verzinnen und verlöten
- den Lampenschirm mit Stabilit verzinnen. Links im Bild die Zuleitungen aus dem "hohlen" Mast
- die Parabolform des Reflektors brachte einen ganz ungewöhnlichen Lichtkegel, weshalb noch ein Kartonschirm Abwickling eines Kegelstumpfes) eingelegt wurde

Erste Bilder der beleuchteten Version
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In diesen Bildern noch der ringförmige Lichtkegel ohne Kartonschirm
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Ende September haben wir dann auch unsere Modelle der neuen BR 70 von km1 erhalten. Die Loks bestechen durch eine schöne Detaillierung und sehr gute Fahreigenschaften. Nach dem Auspacken lagen lose Teile im Karton, wobei wir uns aber problemlos selber helfen konnten: Beitrag Nr. 16

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Der Antrieb ist derart leichtgängig, dass ein Anhalten in Gefällestrecken unmöglich ist. Da muss man dann im Betrieb schon gehörig aufpassen, wie dieser Clip zeigt.
Im Foto oben sieht man im Hintergrund ein weiteres Modell einer BR 70, weshalb sich jetzt eine gute Gelegenheit zu einer Gegenüberstellung ergab.
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Bei der zweiten 70 handelt es sich - man glaubt es kaum - um einen Selbstbau aus dem Jahr 1997.
Erbauer: Siggi Schlag aus Hemer, ein Künstler und Profi, wenn es um Messingblech geht, interessant ist das Wippgestell der Kuppel- bzw. Treibräder, was mit der abgefederten Vorlaufachse eine extrem gute Schienenlage ergibt. Es entstanden 1x Länderbahn, 1x DB; letztere konnte Klaus-Gerd ergattern und hat sie dann sandgestrahlt, spritzlackiert und beschriftet. Axel Henkenjohann (†) hat die Lok patiniert. Leider ließ sich die 70 nicht auf 1pur umbauen; weshalb sie über einen Abstecher an den Chiemsee nach Mannheim gelangte.
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Unten nochmal die km1 Lok und ...
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... jammerschade, dass sich noch immer kein Hersteller erschwinglicher Produkte um die langen Lokalbahnwagen kümmert. :-(((

 

 

 

 

... wird fortgesetzt


10.2018.ab