IG Spur 1 Module

Rhein-Neckar

Auch das Jahr 2018 beginnt wieder mit einer Fahrzeugparade.

... Fotos folgen




Die 28-er D-Zug-Wagen von km1 sind recht schnell nach der Ankündigung erschienen und stellen wunderschöne Modelle dar.

Noch vor dem ersten Anlageneinsatz gab es einen kurzen Check in der Werkstatt, denn das Auspacken ist nicht ganz ohne und man braucht Platz, Kraft und Geduld. Die sehr harten Schaumstoffplatten sind auch aussergewöhnlich schwer. Die Wagen sind aber zum Glück auf der ebenfalls recht schweren, über die gesamte Grundfläche des Kartons reichende Spanplatte stabil verschraubt. Insofern hätte es eigentlich auch die in der BA vermerkte Styroporhaube getan und sogar das Handling deutlich erleichtert.
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Hier fiel auf:
- die Kupplungsschlaufe ist sehr dickwandig und könnte bei manch zierlichem Kupplungshaken nicht reinpassen (s.u.)
- der Ruhehaken fehlt (-> "Hübner"-Hakenlasche, einzeln z.B. bei der Spur 1 Werkstatt)
- die Bremsschläuche hängen sich sehr leicht selbständig aus (-> Sekundenkleber)
- ein vermutlich nachträglich eingebauter Widerstand (180 Ohm) mit Kontakt zu den Radschleifern (s.u.)
- wenn man den Leitungsfortsatz am Einfüllstutzen kürzt und nachbiegt, lassen sich Radien bis 2,3 Meter gut befahren

Gem. BA ist ein Decoder von Tams (FD-R basic2) verbaut, der sich aber weder mit der IB1 noch mit dem esu Programmer auslesen lies (Elko 270 uF ohne Vorwiderstand). Das Schreiben von Cvs wurde zwar mit Fehler quittiert, aber dennoch angenommen. Unter Ecos klappt es aber, wie ein Kollege berichtet hat.
Tante Google berichtet, dass der FD-R wohl generell nicht ganz so das Gelbe vom Ei wäre.
Der o.e. Widerstand ist dem Decoder, also der gesamten Versorgung der Beleuchtung vorgeschaltet. Leicht auch daran zu erkennen: erst F2 (Ganglicht) einschalten, dann F1 (Abteile) und das Ganglicht wird dunkler. Warum aber dieser Widerstand?
Erfreulicherweise, das vorbildwidrige Flackern beim Ein- und Ausschalten ist nicht eingerichtet worden.
Eine Speicherwirkung (vgl. S.2 der BA) konnte nicht beobachtet werden.
Dimmen kann man mit den CVs 49 (Gang), 50 (Abteile) und 51 (WC). Werte sind von 1 bis 64 möglich, 64 ist standard, 8 hat uns gut gefallen.
Analog funktioniert die Beleuchtung nicht (Grund konnte nicht geklärt werden, CV 29 hat 14 und ist i.O.).

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In natura noch etwas auffälliger, weil das Foto hier etwas verzerrt: die Beschriftung am 1./2. Kl. hängt rechts leicht nach unten. Am 2. Kl. ist`s i.O.


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Wie o.e. passt die Kupplungsschlaufe nicht in den Haken, hier am hauseigenen Lokalbahnwagen.
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Links: die 28-er lassen sich tatsächlich nicht kuppeln. Rechts: oben das Original (Bügelstärke ca.1,3 mm), in der Mitte mit auf ca. 0,9 mm beschliffenem Bügel und unten die aktuelle Märklinkupplung zum Vergleich (Bügelstärke ebenfalls ca. 0,9 mm).

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14 gut erreichbare Schrauben lösen und zwei Heizschläuche abziehen, dann lassen sich Aufbau und Chassis problemlos trennen. Die Steckverbindung ist an ausreichend langen Kabeln im WC verstaut.

Ab jetzt wird`s aber kniffliger ... :-)))
(vielleicht schweigt sich deshalb auch die BA zum Thema "Bevölkern" aus, J)
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Die Trennwände greifen unter das Abschlussprofil vom Wagenkasten, weshalb man hier ein wenig spreizen muss (s.u.), wenn man die Inneneinrichtung als Einheit herausziehen möchte.  Einige Tische sind als federnde Klapptische ausgeführt. Diese muss man später im angelegten Zustand mit Klebeband fixieren, um die Inneneinrichtung wieder daran vorbeischieben zu können.

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Die Zwischendecke über dem Gang liegt unter dem Winkelprofil von der Gehäusewand, weshalb man beim Herausziehen der Inneneinrichtung schon ein wenig "kippeln" und etwas kräftiger ziehen muss, damit auch diese Klemmstelle überwunden werden kann.

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Die 4 markierten Schrauben lösen. Mit einer feinen Schraubendreherklinge die Aussenwand auf der Abteilseite etwas spreizen und den gewonnenen Spalt mit Zahnstochern sichern.

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Dann an der gezeigten Kerbe auf beiden Seiten den Boden soweit heraushebeln, dass man mit den Fingern greifen kann, um die Inneneinrichtung als Einheit "herauswerkeln" zu können.
Wem das zu "stressig" erscheint, muss fast alle Bodenschrauben lösen und die Inneneinrichtung in Einzelteilen ausbauen. Ein kleiner Teil der Sitze kann allerdings am Bodenblech verbleiben. Bei den ausgebauten Sitzen sicherheitshalber die Position markieren.


Das elektronische Innenleben:
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Die Elektronik:
der Elko mit 470 uF/25V liegt ohne Vorwiderstand direkt hinter dem Brückengleichrichter vom Decoder (im Schrumpfschlauch) und stört deshalb das Programmieren mit manchen Zentralen und dem Esu Programmer.
Lötet man das braune Kabel (-) ab, geht es problemlos.
Die Ausgänge sind ungedimmt und verheizen insofern die ganze Energie an den Widerständen (180 R Gang/Abteil, 790 R WC).
Der "winzige" Elko kann so keine Pufferleistung erbringen ...
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Bei 4.700 uF mit Ladestrombegrenzung (100 R), Freilaufdiode und einer Dimmung auf 8 (s.o.) dauerte es im Test immerhin bis zu 4 Sekunden, bis die Dimmung im Decoder in die Knie ging und und die LED erloschen. Also eine einfache Alternative, um weitgehenden Flackerschutz zu erhalten, sofern man bei diesem Decoder bleiben will.
Unsere Wagen wurden aber auf Dropdown Regler (Digitalstrom sparen), "Zugsammelschiene" (kein Überbrücken von Trennstellen) sowie DCC Decoder von Digital-Bahn.de umgerüstet.

*** intern *** !
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Einzel LED 2 mA bei 2,7 V -> mit 10 R bei 21 LED 3,2 V am Reglerausgang, aber recht hell; 2,85 V optimal (-> ca. 1,5 mA pro LED). Uhrzeiger = dunkler. Ladestrombegrenzung 80 R für 470 uF an der Zugsammelschiene.
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Die wieder eingesetzte Inneneinrichtung und links ...
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... der von aussen nicht sichtbare Ausschnitt im WC Boden, damit das Einklemmen von Kabeln verhindert werden kann. Ausserdem bleiben Decoder, Pufferung und die weiteren Teile leicht erreichbar.


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Wegern der gut sichtbaren Bruchkante des Klarsichtstreifens an der Trennwand wurde das entfernt: 6 Bodenschrauben incl. Zwischentür und zwei bis drei Heisskleberstellen lösen, dann kan man die Wand herausnehmen und den Streifen abziehen.
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Ende gut, alles gut :-)

 

 

2018.01.ab