IG Spur 1 Module

Rhein-Neckar

Die Anzahl der Modellfahrzeuge nimmt (erfreulicherweise? J) ständig zu.
Die inzwischen bei uns angesammelten Details zu Besonderheiten, "Krankheiten", Wartung, Raparaturen und Tipps sollen in diesem Beitrag - meist in Stichworten - pro Fahrzeug dokumentiert werden, sofern es für dieses Fahrzeug hier noch keine Erwähnung an anderer Stelle gab.
Und deshalb auch immer wieder: die gute Suchfunktion unserer Homepage nutzen!

Viele dieser Punkte wird auch nur einen kleinen Kreis der Spur Einser interessieren, weil sie erst relevant werden, wenn man intensiv fährt.

Wie sich diese Doku auf Dauer entwickelt, wird sich zeigen. Den schon lange geplanten Anfang macht wegen einer aktuellen Anfrage eines Modellbahnfreundes auf jeden Fall mal die Kiss Ludmilla.

Kiss Ludmilla 132/232
Probleme: Erlahmende Spiralfedern an den Pickern, anfällige Verbindung via Federblechstreifen, hohe Strombelastung des Decoders wegen niedertourigem Antrieb
Abhilfe: neue Picker, über hochflexible Litze anlöten, Kühlbleche für die Decoder-Endstufe und die Lastdioden, sowie zusätzliche Hochlastdioden parallel im Eingang (Stand 2011)
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Abgenommene Achsabdeckung mit "toten" Pickern
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Unten:ausgeglühte Pickerfedern, oben: Ersatz in soliderer Qualität zum Einlöten
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Zum Einkleben ggfs. die Bohrung etwas aufweiten, abhängig vom Pickertyp.
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Kühlwinkel mit Stabilit Express aufgeklebt
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und am Boden verschraubt


Hübner/Märklin Schienenbus VT 98 mit VB und VS
Problem: schlechte Stromabnahme wegen zweiachsiger Fahrzeuge und hartverchromter Laufflächen, die schnell verzundern
Abhilfe: die Fahrzeuge untereinander elektrisch verbinden
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Die Stiftleisten sitzen in der Schlitzabdeckung der Klauenkupplung
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Bei engen Radien kann der Kopf einer Kombikupplung eingeklebt und mit Kuppelstangen gefahren werden. Innen den überstehenden Schaft der Kupplung plan abtrennen, dann kann man das Gehäuse ganz leicht abnehmen, ohne die Kupplungen ausbauen zu müssen.
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Bei dieser Anordnung kann die Schlitzabdeckung mit den Stiften fest im Gehäuse eingeklebt werden. Im Boden der Inneneinrichtung ist nur ein Ausschnitt von wenigen Millimetern notwendig, dann auch das Gehäufe frei abgenommen werden. Innen befinden sich auch nochmal Stiftleisten, die man abzieht, wenn das Fahrzeug geöffnet wird.
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Bei Schraubenkupplungen unbedingt den Ruhehaken einsetzen (fehlt hier im Bild). Baumelnde Kupplungen können mit den Steckerchen kollidieren.

 

 

Km1 BR 42
Problem 1: schlechte Stromabnahme bei der Lok, weil sehr oft keine elektrische Verbindung zwischen Radreifen und Radstern (Reste von 2K Lacken in der Produktion?). Das wird meist aber nicht bemerkt, weil der Tender mit 2x 4 Rädern gut Strom aufnimmt.
Abhilfe: ab Werk findet man oft Bohrungen (s.u.) vor, welche wohl durch Gratbildung die ungewollte Isolationsschicht durchbrechen sollten, aber auf Dauer die Aufgabe nicht erfüllten. Solche Bohrungen wurden mit 0,7 aufgebohrt, oder zusätzliche Bohrungen eingebracht und dann vorsichtig ein 0,8-er Stahlstift eingepresst (Kniffliger Job, insbesondere, wenn die Radsätze nicht ausgebaut sind)
Problem 2: (schon etwas "gefährlicher") die blanken Zuleitungen des Hallsensonsers können bei ungünstiger Justierung bei kräftigem Einfedern des Treibradsatzes mit den Gebermagneten kollidieren. Die Magnete brücken dann am Hall +5V und GND. Und da 5V auf dem Decoder nicht kurzschlussfest ist: "dwQ" (= dicker weisser Qualm, sprich "neuer Decoder")
Abhilfe: die Magnetscheibe mit Isoband umwickeln und regelmäßig auf Kratzspuren/Beschädigungen prüfen. Wenn das eintritt, den Hall ausbauen (fitzelig !) und die Anschlüsse mit Schrumpfschlauch oder Band isolieren, sowie die Position vom Hall optimieren
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An vielen Radsätzen findet man solche Bohrungen vor.
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Vorhandene Bohrungen werden auf 0,7 aufgebohrt bzw. an anderen kontaktlosen Radreifen ganz neue Bohrungen eingebracht. Stifte einpressen (Feinmechaniker Schraubstock), nicht einschlagen!, abtrennen und verschleifen (links im Bild)
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Die umwickelte Magnetscheibe. Wenn Hall ausgebaut werden soll, müssen die 3 Kabel abgelötet werden


Festklemmende Federpuffer
Problem: bei Fahrzeugen mit Kunststoffpuffern neigen diese beim Einfedern bis zur Endlage sehr oft zum Festklemmen. Grund dafür ist die wegen der Spritzgusstechnik notwendige, leicht konische Ausführung der Pufferstempel und -Hülsen. Oftmals verlaufen die Schrägen der beiden konischen Flächen aus formtechnischen Gründen auch gegeneinander, was das Klemmen noch fördert.
Abhilfe: da die Modellpuffer ohnehin gegenüber dem Vorbild viel zu weit einfedern, kann man den Hub durch kleine Distanzringe oder Blechstreifen begrenzen. Auswirkungen auf den sicheren Bogenlauf sind dadurch nicht zu befürchten, da die Kupplungshaken ja federnd in der Pufferbohle befestigt sind
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Es gibt auf Anlagen kaum Puffer-an-Puffer fahrende Güterzüge, an denen nicht zumindest einzelne Puffer in der einfederten Position festgeklemmt sind.
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Das Prinzip am Beispiel eines Puffers vom Märklin Silberling:
der runde Schaft vom Pufferstempel ist etwas stärker wie der Vierkantschaft und bildet so den Anschlag beim Einfedern. Ein dünner Ms-Blechstreifen wird stramm um den Vierkantschaft gelegt und reduziert so den Hub für den Puffer.

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In den meisten Fällen genügen einfach nur passende Unterlegscheiben, die dann den Arbeitsweg der Feder bzw. des Pufferstempels begrenzen. Für diese Hübnerpuffer wurden Ringe mit D 3,0/4,9 mm aus 1,0 mm Plexi gelasert. Andere Abmessungen sind bereits in der "Mache" bzw. können auf Wunsch zur Verfügung gestellt werden.

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Bei der E 60 war eine kleine Sünde des Herstellers zu korrigieren: Damit die Telexkupplung sicherer entkuppelt wurde der Arbeitsweg der Puffer durch Anbringung der unten rechts im Bild sichtbaren schwarzen Kunststoffscheibe hinter der Pufferbohle in der ausgefederten Lage begrenzt. Im Bild oben ist links die Original Pufferbohle mit "zu kurzen" Puffern zu sehen. Dadurch sind Kollisionen der Lampen mit anderen Fahrzeugen im Bogen möglich; rechts unsere korrigierte Version.
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Die Kunststoffscheiben (rechts im Bild) werden nicht mehr montiert. Auf den Puffer kommt ein kleiner Ring mit 5,0/3,2 mm Durchmesser und 3,3 mm Länge, um das Einfedern auf ein unkritisches Maß zu begrenzen.



Dingler BR 81
Problem 1: schlechte Stromabnahme bei der Lok, weil die Picker sehr weiche Federn besitzen und der angetriebene Radsatz nicht zur Stromabnahme herangezogen wurde..
Problem 2: die Radsätze lassen sich (z,B. zum Picker-Tausch) nicht ausbauen, weil die Federpakete mit den Mutternachbildungen fest verlötet sind.
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Abhilfe: die Muttern mit dem Lötkolben ausreichend erwärmen und abziehen. Dann können die Blattfedern ausgebaut werden.
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Die Druckstangen von den Ausgleichshebeln ausbauen, den Stutzen von Zinnresten befreien und M 1,2 Gewinde draufschneiden.
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Nach dem Zusammenbau:
die M 1,2 Muttern mit SW 2 stammen von Knupfer.
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Es wurden alle Picker gegen solche mit stärkeren Federn getauscht. Beim Antriebsradsatz wurde das Seitenspiel beseitigt, so dass noch ein auf 9 mm Baulänge reduzierter Picker (Pilz 3/6 mm, Buchse 6 mm) angeordnet werden konnte und nunmehr von allen Rädern Strom abgenommen wird.
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Lautsprecher und Decoder sitzen im Tender. Den Lautsprecher bekommt man aber nur wieder heraus, wenn die Bodenöffnung erweitert wird (Minitrennscheibe und Staubsauger).
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Dann lässt sich der neue Esu Loksound (H0) V 4.1 Decoder auch gut über einen Winkel auf dem Tenderboden befestigen und bequem neu verdrahten. Die beiden "Krachzwerge" (LSmini) wurden parallel geschaltet und passen im Kessel direkt hinter die Rohrwand. Damit kommt die Lok gut auf Zimmerlautstärke.
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Deutlich bessere Ergebnisse erzielt man mit dem Visaton BF 45, den man mit dem Spulenkörper von innen gegen die Rohrwand klebt. Das Bleigewicht ist entsprechend zu kürzen. Um die "Ohren" am BF 45 auf der Minikreissäge abzutrennen, fertigt man sich eine 3 mm starke Unterlage, um die Membram nicht einzudrücken. Der Durchmesser soll danach 45 bis 46 mm betragen.
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Eine weitere 81 wurde mit dem Loksound L ausgerüstet, der doch einen etwas volleren Sound liefert und durch die senkrechte Montage der Basisplatine sehr bequem zu verdrahten ist. Der Decoder wurde etwas aussermittig montiert, so dass im Bedarfsfall auch noch die alte Platine mit den Spannungsreglern für die Birnchen ihren Platz daneben hat.
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Bei dieser Gelegenheit wurden auch die 1,5 Birnchen entfernt und alle Lampen auf LED umgerüstet. Auf passend gelaserte Kartonplättchen werden die 0603 SMD LED mit Sekundenkleber aufgesetzt. Nach Anlöten der Litzen bzw. CuL Drähte werden diese durch die Schlitze gelegt, nach hinten gezogen und hinter den Plättchen sauber ausgerichtet. Abschließend die Drähte mit Sekundenkleber fixieren und das Ganze mit doppelseitigem Klebeband in den Lampenkörper einsetzen. Die blanken Lötstellen und Kabelenden mit weisser Farbe abdecken (aber möglichst etwas sauberer arbeiten wie in obigem Foto, J).

km1 BR 18.3
Problem: an Modulübergängen und leichten Unebenheiten im Gleis löste sich gelegentlich die Lok-Tender-Kupplung.
Lösung: die nach oben ragende Hakenlasche ist recht kurz. Tendergehäuse abnehmen (6 Schrauben), Kupplungsplatte ausbauen (2 Schrauben) und zwei Schlitze gem. Foto reinschleifen. Einen 0,8-er Ms Draht passend zur Schlaufe biegen und einlöten.
k P1050008
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Das Abkuppelproblem war gelöst, doch nun löste sich nach einiger Fahrtdauer immer wieder der Stecker in der Lokrückseite.
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Den Lokrahmen neben der Steckeraussparung blank machen und einen 3 x 3 Ms Winkel mit M 1,4 Bohrung aufkleben (Stabilit-Express). Unten im Bild die beiden Schräubchen.
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Nach Einsetzen des Steckers wird dieser mit den beiden Schräubchen seitlich festgeklemmt.
Beim späteren Entkuppeln nicht das Lösen der Schräubchen vergessen ... ;-)



Abgebrochene Griffstangen
Am Beispiel der BR 23 von km1, für die es keinen Ersatz gab:
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Für die Griffstange (D 0,9 mm) wurde eine kleine Spannzange (hinten im Bild) gedreht. Der Stil wurde in der Drehbank gespannt, zunächst Zentrierer ansetzen, dann mit 0,4 vorbohren und mit 0,5 etwa 3mm tief aufbohren. Der Stumpf an der Pufferbohle wird ebenso gebohrt, dies mal aber komplett durch. Ein Stück 0,5-er Stahldraht wurde beidseitig spitz angeschliffen und zunächst gem. Bild in den Grifftorso eingeklebt (SK).
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Jetzt auch mit SK eingesteckt. Farbliche nachbehandlung zur besseren Demo noch nicht ausgeführt. Dieses Prinzip lässt sich für bei Kunststoff-Griffstangen anwenden.
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Märklin Köf 2
Problem 1: schlechte Stromabnahme bei der Lok, weil die Radsätze unsauber gelagert sind und die hartverchromten Laufflächen recht rau und für den Stromübergang ungünstig sind.
Abhilfe: Drei-Punkt-Lagerung und nach Möglichkeit neue Radsätze aus Edelstahl
Problem 2: lauter und ruckeliger Lauf, weil die Zahnräder mit sehr viel Spiel gelagert sind
Abhilfe: Festlegung der Lagerbuchsen zusammen mit der o.g. Drei-Punkt-Lagerung
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Die Radsätze haben etwa 1 mm Höhenspiel und werden nur durch solche weichen Federchen gegen das Gleis gedrückt. Je nach Drehrichtung des Nachbarzahnrades wird durch das Drehmoment der Radsatz dann auch wieder gegen das Chassis gedrückt. Die weissen Lagerbuchsen des Nachbarzahnrades liegen auch nur recht lose in den Wannen vom Chassis. Durch die Abtriebskräfte der darunter liegenden Schnecke kommt auch diese Zahnradachse in mehr oder weniger wilde Schingungen. Per Saldo ist dies die Ursache für das laute, schnarrende und ruckelnde Fahren der meisten Märklin Köf 2.
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Auf die beiden Achslager des vorderen Radsatzes werden je oben und unten 0,5 mm Ms-Drahtstückchen aufgelötet, um das Höhenspiel zu beseitigen und die Achse festzulegen. Die Federn werden nicht mehr benötigt.
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Als mittige Pendelauflage für die hintere Achse wir ein Plexiteil mit 19,2 mm Höhe eingeklebt. Auch hier werden die Federn nicht mehr benötigt.
Die insgesamt 4 weissen Kunststoff-Lagerbuchsen wurden mit Stabilitexpress in das Chassis eingeklebt, um auch hier jegliche Wackelei zu unterbinden. Aufpassen, dass der Kleber nicht zu der Achse gelangen kann. Nach dem Einkleben kann der Motor zwar nicht mehr ohne weiteres entnommen werden, weil dazu diese Zahnräder vorher entfernt werden müssen. Das Stabilit bindet aber nicht mit dem Kunststoff ab, sondern bildet nur ein Nest für die spielfreie Lagerung. Bei kräftigem Drunterfassen können die Buchsen/Zahnräder auch wieder abgehoben werden.
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Für das Aufziehen der neuen Edelstahlräder benötigt man leider eine Drehbank oder lässt sich von einer Fachwerkstatt helfen. Von diesen Wagonrädern (D = 30,0) haben wir leider keine mehr (der "liebe" Dreher aus dem Münsterland hat zwar die Anzahlung kassiert, aber nicht mehr geliefert ...). Bei Asoa (Klaus Holl) gibt es aber eine große Auswahl an Edelstahl-Radsätzen.
Aber auch mit den alten Rädern verbessert sich das Fahrverhalten durch obige Maßnahmen ganz erheblich.

Für den neuen Decoder wurde eine Platine zur Aufnahme der NEM-Schnittstelle sowie der vorderen Lampenkabel geschaffen
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In Hinblick auf Lenz-USP und die dadurch begrenzte Pufferspannung von 7,5 V wurde auf das Dimmen der Beleuchtung verzichtet und ein Festspannungsregler vorgesehen
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Der freie Steckverbinder links führt zur Heckbeleuchtung. Wenn die Märklinbirnchen parallel betrieben werden, braucht der Spannungsregler einen Kühlwinkel. Ausserdem sollte man dann eine 5 Volt Type nehmen, um die Birnchen zu schonen. Alternativ kann man auch mit zwei step-down-Regler arbeiten, die ohne Blech auskommen und bei denen man die Spannung stufenlos einstellen kann.
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In unserer Galerie 2017/II haben wir über den Anlageneinsatz dieser Köf 2, die nachträgliche Ausrüstung mit LED sowie Besonderheiten mit dem Lenz USP-Decoder  berichtet.


Schaumstoff Verpackungen
Problem: sehr viele, schwere Metallwagen sind heutzutage immer noch in Schaumstoff verpackt, ohne auf dem Grundbrett verschraubt zu sein. In Längsrichtung besteht dann viel zu wenig Schutz für das schwere Fahrzeug. DHL fordert z.B. eine Fallhöhe von 1 Meter! Bei jedem Aufprall wandert die Fahrzeugfront weit in den Schaumstoff hinein. Es brechen dabei dann stirnseitig gerne Teile ab und durch das Wandern können sich auch seitlich Teile im Schaumstoff verfangen. Es hat hier bei uns schon sehr viele solche "Schaumstoff-Schäden" gegeben, sogar bei Versand direkt ab Hersteller.
Abhilfe: Die Fahrzeuge durch aufgeleimte bzw. aufgeschraubte Holzklötzchen sichern.
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Diese Stirnbretter bestehen aus 10 mm Sperrholz mit ca. 90 x 40 mm.

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Wenn Klauenkupplungen verwendet werden, gibt es noch einen Ausschnitt von ca. 38 x 25 mm.
Die stirnseitigen Schaumstoffplatten schneidet man dann noch gleichermaßen aus.

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Wichtig ist, dass die Federpuffer stramm gespannt sind und somit das Fahrzeug in Längsrichtung komplett kraftschlüssig vom Holz umgeben ist. Innerhalb der Verpackung muss das Fahrzeug durch stramme Schaumstoffauflagen oben derart gesichert sein, dass es nicht nach oben aufklettern kann und die Puffer über die Stirnplatte rutschen.

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Bei genügend Interesse können wir diese Teile auch nochmal für Nicht-IG-ler auflegen. Links das Stirnbrett mit mit dem Klauenkupplungsausschnit.
Es sind alle Kombinationen möglich. Die Spax 2,5 x 20 liegen dann auch bei.


"Asiatische Lötstellen"

Auch hierzulande findet man vereinzelt noch Kollegen, die voll und ganz von Lötfett in der Elektronik überzeugt sind, weil alles ja so "schön und schnell" fließt ...
Die im Lötfett enthaltenen Säuren und Flussmittel sind derart aggressiv, dass alle Lötungen in kürzester Zeit korrodieren. Besonders dramatisch ist es bei Litzen, weil während der Erhitzung die Säuren noch dünnflüssiger sind und durch die Kapillarwirkung bis weit in die Isolierung hinein gesogen werden. Dabei oxidieren die einzelnen Adern der Litze meist so stark, dass sie noch nicht mal mehr Lötzinn annehmen und eine Reparatur verhindern bzw. massiv erschweren.
Die Korrosion wird noch beschleunigt, wenn die Lötstelle im freien Luftzugang liegt, so dass Feuchtigkeits- und Temperaturschwankungen ungehindert einwirken können.
Die Überschrift mag ein wenig ketzerisch klingen, aber es ist tatsächlich so, dass auch Stand heute noch erschreckend viele Modelle aus Fernost stellenweise solch marode Lötungen aufweisen.
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Im Foto kann man sehr gut die Korrosion an der alten Lötstelle erkennen. Von der Litze waren alle Adern soweit zerfressen, dass sie schließlich von der Lötfahne abgefallen war. Neu verlöten war nicht mehr möglich, denn nach Entfernen der Isolierung waren die Adern alle auch schon schwarz und haben kein Zinn mehr angenommen.

Holger ("maxvolker") hatte beim Tender der BR 23 von km1 mit der Sanierung zusätzlich erhebliche Probleme, weil die Leitungsführung recht verzwickt und vor allem der Tender äussert schwierig zu öffnen war. Er hatte dazu einen sehr guten Bericht in einem Forum veröffentlicht und für uns eine Zusammenfassung als PDF erstellt. Vielen Dank!

Wunder Bügelfalten E 10
Problem: Die Schleifleisten haben einen Höhenunterschied zu den seitlichen Hörnern und ausserdem stehen die 4 Blechstreifen über. Das reisst unweigerlich die Oberleitung runter, sobald auf einer Weiche (usw.) ein Fahrdraht seitlich zugeführt wird
Abhilfe: nachfolgend beschriebener Umbau des Panto
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Die Schleifleiste hat einen Höhenunterschied zu den seitlichen Hörnern und unter dem überstehenden Blechen verfängt sich der Fahrldraht. Panto und Oberleitung werden zerstört.
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Bei der Montage der Pantos im Werk wurden einfach nur die angegossenen Drahtenden innen im Gehäuse umgebogen :-(((
Damit das künftig etwas länger hält, wurden die Drähte einheitlich auf 12 mm gestutzt und vorsichtig ein M 1,2 Gewinde draufgeschnitten. Das ist aber auch keine super Lösung. Wenn das nun nicht (auf Dauer) hält, bekommen die Isolatoren ein M 1,4 Gewinde und werden mit dem Panto verlötet bzw. verklebt.
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Abtrennen (0,3-er Scheibe) der zu hohen Schleifleiste in der Flucht zur Oberkante der Hörner
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v.o.n.u.: die bearbeitete Palette, die abgetrennte Schleifleiste und das mit der Flamme vom Messingrest abgelötete Schleifleistenblech
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Zum Schluss werden die beiden Bleche von den Schleifleisten wieder aufgelötet und sauber entgratet.
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Die "Türgriff-mordende" Arretierung der Tür per Feder wurde ausgebaut und durch eine Magnetlösung ersetzt (roter Pfeil). Die M 2 Muttern dienen bei der Verschraubung der Pantos als Distanzstück. Die M 1,2 Muttern wurden mit schwarzem Lack gesichert (blaue Pfeile).
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Bei dieser Gelegenheit wurde auch ein esu LS XL 3.x eingebaut und die 1,5 V Microbirnchen gegen LED getauscht.
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Die Bohrungen hinter den Lampenreflektoren zum Einschieben der Microbirnen haben einen Durchmesser von ca. 2,6 mm, sodass man leider auf SMD LED (0603 goldenwhite mit 35 cm Microlitze, ledbaron.de + R 10k) ausweichen muss. Hinzu kommt, dass hinter den unteren Stirnleuchten das Bodenblech den Zugang erschwert. Die LED wurden dazu auf einen 1 mm Stab aufgeklebt und mit Schrumpfschlauch ummantelt. Bei den anderen Lampenfassungen wurde Stabmaterial  von 1,5 bzw. 1,8 mm genommen, auch abhängig von der Stärke der Litzen (dort gibt es Unterschiede, die hellgrauen sind nur 0,23 mm stark). Alles ganz schön fitzelig. Hat jemand eine bessere Lösung?

In der Schaumstoffverpackung von Wunder steht die über 6 kg schwere Lok nur auf dünnen Kartonstreifen und kann darauf in allen Richtungen hin und herrutschen. Ein Holzbrett (5 mm mdf) mit einer weiteren Auflage (3 mm mdf) zur Spurführung und stabilen Endbrettchen sichern die Lok nunmehr zuverlässig. Die beiden Schaumstoffklötze an den Stirnseiten wurden mit dem Messer entsprechend zugeschnitten.
k P1050358


Märklin BR 91
Problem 1: schlechte Stromabnahme bei der Lok, weil der mittlere Radsätze Haftreifen hat und nicht zur Stromabnahme herangezogen wird.
Abhilfe: Umbaus des Radsatzes auf neue Radreifen und Nachrüstung eines Pickers (Pilzkontakt).

In Vorbereitung

Von dieser Thematik sind auch die T 3, V 36, V 60 und die BR 78 betroffen. Die Vorgehensweise ist jeweils vergleichbar. Bei den Schlepptenderloks der alten Generation (38, 55, 56) ist es jedoch einfacher, den Tender zur Stromabnahme mit heranzuziehen, wie das vor Jahren schon einmal gezeigt wurde. Bei der 78 kann man alternativ natürlich die Vorläufer zur Stromaufnahme heranziehen.






Wird fortgesetzt ...

Gerne können auch Hinweise von Nicht-IG-Mitgliedern eingebunden werden. Einfach mailen ...

2017.10.ab