IG Spur 1 Module

Rhein-Neckar

Die Anzahl der Modellfahrzeuge nimmt (erfreulicherweise? J) ständig zu.
Die inzwischen bei uns angesammelten Details zu Besonderheiten, "Krankheiten", Wartung, Raparaturen und Tipps sollen in diesem Beitrag - meist in Stichworten - pro Fahrzeug dokumentiert werden, sofern es für dieses Fahrzeug hier noch keine Erwähnung an anderer Stelle gab.
Und deshalb auch immer wieder: die gute Suchfunktion unserer Homepage nutzen!

Viele dieser Punkte wird auch nur einen kleinen Kreis der Spur Einser interessieren, weil sie erst relevant werden, wenn man intensiv fährt.

Wie sich diese Doku auf Dauer entwickelt, wird sich zeigen. Den schon lange geplanten Anfang macht wegen einer aktuellen Anfrage eines Modellbahnfreundes auf jeden Fall mal die Kiss Ludmilla.

Kiss Ludmilla 132/232
Probleme: Erlahmende Spiralfedern an den Pickern, anfällige Verbindung via Federblechstreifen, hohe Strombelastung des Decoders wegen niedertourigem Antrieb
Abhilfe: neue Picker, über hochflexible Litze anlöten, Kühlbleche für die Decoder-Endstufe und die Lastdioden, sowie zusätzliche Hochlastdioden parallel im Eingang (Stand 2011)
k P1010827
Abgenommene Achsabdeckung mit "toten" Pickern
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Unten:ausgeglühte Pickerfedern, oben: Ersatz in soliderer Qualität zum Einlöten
k P1010828
Zum Einkleben ggfs. die Bohrung etwas aufweiten, abhängig vom Pickertyp.
k P1010669
Kühlwinkel mit Stabilit Express aufgeklebt
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und am Boden verschraubt


Hübner/Märklin Schienenbus VT 98 mit VB und VS
Problem: schlechte Stromabnahme wegen zweiachsiger Fahrzeuge und hartverchromter Laufflächen, die schnell verzundern
Abhilfe: die Fahrzeuge untereinander elektrisch verbinden
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Die Stiftleisten sitzen in der Schlitzabdeckung der Klauenkupplung
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Bei engen Radien kann der Kopf einer Kombikupplung eingeklebt und mit Kuppelstangen gefahren werden. Innen den überstehenden Schaft der Kupplung plan abtrennen, dann kann man das Gehäuse ganz leicht abnehmen, ohne die Kupplungen ausbauen zu müssen.
k P1040657
Bei dieser Anordnung kann die Schlitzabdeckung mit den Stiften fest im Gehäuse eingeklebt werden. Im Boden der Inneneinrichtung ist nur ein Ausschnitt von wenigen Millimetern notwendig, dann auch das Gehäufe frei abgenommen werden. Innen befinden sich auch nochmal Stiftleisten, die man abzieht, wenn das Fahrzeug geöffnet wird.
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Bei Schraubenkupplungen unbedingt den Ruhehaken einsetzen (fehlt hier im Bild). Baumelnde Kupplungen können mit den Steckerchen kollidieren.

 

 

Km1 BR 42
Problem 1: schlechte Stromabnahme bei der Lok, weil sehr oft keine elektrische Verbindung zwischen Radreifen und Radstern (Reste von 2K Lacken in der Produktion?). Das wird meist aber nicht bemerkt, weil der Tender mit 2x 4 Rädern gut Strom aufnimmt.
Abhilfe: ab Werk findet man oft Bohrungen (s.u.) vor, welche wohl durch Gratbildung die ungewollte Isolationsschicht durchbrechen sollten, aber auf Dauer die Aufgabe nicht erfüllten. Solche Bohrungen wurden mit 0,7 aufgebohrt, oder zusätzliche Bohrungen eingebracht und dann vorsichtig ein 0,8-er Stahlstift eingepresst (Kniffliger Job, insbesondere, wenn die Radsätze nicht ausgebaut sind)
Problem 2: (schon etwas "gefährlicher") die blanken Zuleitungen des Hallsensonsers können bei ungünstiger Justierung bei kräftigem Einfedern des Treibradsatzes mit den Gebermagneten kollidieren. Die Magnete brücken dann am Hall +5V und GND. Und da 5V auf dem Decoder nicht kurzschlussfest ist: "dwQ" (= dicker weisser Qualm, sprich "neuer Decoder")
Abhilfe: die Magnetscheibe mit Isoband umwickeln und regelmäßig auf Kratzspuren/Beschädigungen prüfen. Wenn das eintritt, den Hall ausbauen (fitzelig !) und die Anschlüsse mit Schrumpfschlauch oder Band isolieren, sowie die Position vom Hall optimieren
k P1040241
An vielen Radsätzen findet man solche Bohrungen vor.
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Vorhandene Bohrungen werden auf 0,7 aufgebohrt bzw. an anderen kontaktlosen Radreifen ganz neue Bohrungen eingebracht. Stifte einpressen (Feinmechaniker Schraubstock), nicht einschlagen!, abtrennen und verschleifen (links im Bild)
k P1040201
k P1040659
Die umwickelte Magnetscheibe. Wenn Hall ausgebaut werden soll, müssen die 3 Kabel abgelötet werden


Festklemmende Federpuffer
Problem: bei Fahrzeugen mit Kunststoffpuffern neigen diese beim Einfedern bis zur Endlage sehr oft zum Festklemmen. Grund dafür ist die wegen der Spritzgusstechnik notwendige, leicht konische Ausführung der Pufferstempel und -Hülsen. Oftmals verlaufen die Schrägen der beiden konischen Flächen aus formtechnischen Gründen auch gegeneinander, was das Klemmen noch fördert.
Abhilfe: da die Modellpuffer ohnehin gegenüber dem Vorbild viel zu weit einfedern, kann man den Hub durch kleine Distanzringe oder Blechstreifen begrenzen. Auswirkungen auf den sicheren Bogenlauf sind dadurch nicht zu befürchten, da die Kupplungshaken ja federnd in der Pufferbohle befestigt sind
k P1040390
Es gibt auf Anlagen kaum Puffer-an-Puffer fahrende Güterzüge, an denen nicht zumindest einzelne Puffer in der einfederten Position festgeklemmt sind.
k P1030228
Das Prinzip am Beispiel eines Puffers vom Märklin Silberling:
der runde Schaft vom Pufferstempel ist etwas stärker wie der Vierkantschaft und bildet so den Anschlag beim Einfedern. Ein dünner Ms-Blechstreifen wird stramm um den Vierkantschaft gelegt und reduziert so den Hub für den Puffer.

k P1040905
In den meisten Fällen genügen einfach nur passende Unterlegscheiben, die dann den Arbeitsweg der Feder bzw. des Pufferstempels begrenzen. Für diese Hübnerpuffer wurden Ringe mit D 3,0/4,9 mm aus 1,0 mm Plexi gelasert. Andere Abmessungen sind bereits in der "Mache" bzw. können auf Wunsch zur Verfügung gestellt werden.

k P1030663
Bei der E 60 war eine kleine Sünde des Herstellers zu korrigieren: Damit die Telexkupplung sicherer entkuppelt wurde der Arbeitsweg der Puffer durch Anbringung der unten rechts im Bild sichtbaren schwarzen Kunststoffscheibe hinter der Pufferbohle in der ausgefederten Lage begrenzt. Im Bild oben ist links die Original Pufferbohle mit "zu kurzen" Puffern zu sehen. Dadurch sind Kollisionen der Lampen mit anderen Fahrzeugen im Bogen möglich; rechts unsere korrigierte Version.
k P1030665
Die Kunststoffscheiben (rechts im Bild) werden nicht mehr montiert. Auf den Puffer kommt ein kleiner Ring mit 5,0/3,2 mm Durchmesser und 3,3 mm Länge, um das Einfedern auf ein unkritisches Maß zu begrenzen.



Dingler BR 81
Problem 1: schlechte Stromabnahme bei der Lok, weil die Picker sehr weiche Federn besitzen.
Problem 2: die Radsätze lassen sich z,B. zum Picker-Tausch nicht ausbauen, weil die Federpakete mit den Mutternachbildungen fest verlötet sind.
k P1040886
Abhilfe: die Muttern mit dem Lötkolben ausreichend erwärmen und abziehen. Dann können die Blattfedern ausgebaut werden.
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Die Druckstangen von den Ausgleichshebeln ausbauen, den Stutzen von Zinnresten befreien und M 1,2 Gewinde draufschneiden.
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Nach dem Zusammenbau:
die M 1,2 Muttern mit SW 2 stammen von Knupfer.
k P1040893
Es wurden alle Picker gegen solche mit stärkeren Federn getauscht. Beim Antriebsradsatz wurde das Seitenspiel beseitigt, so dass noch ein auf 9 mm Baulänge reduzierter Picker (Pilz 3/6 mm, Buchse 6 mm) angeordnet werden konnte und nunmehr von allen Rädern Strom abgenommen wird.
k P1040891
Lautsprecher und Decoder sitzen im Tender. Den Lautsprecher bekommt man aber nur wieder heraus, wenn die Bodenöffnung erweitert wird (Minitrennscheibe und Staubsauger).
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Dann lässt sich der neue Esu Loksound (H0) V 4.1 Decoder auch gut über einen Winkel auf dem Tenderboden befestigen und bequem neu verdrahten. Die beiden "Krachzwerge" (LSmini) wurden parallel geschaltet und passen in Kessel direkt hinter die Rohrwand. Damit kommt die Lok gut auf Zimmerlautstärke.
P1040904a
Bei dieser Gelegenheit wurden auch die 1,5 Birnchen entfernt und alle Lampen auf LED umgerüstet. Auf passend gelaserte Kartonplättchen werden die 0603 SMD LED mit Sekundenkleber aufgesetzt. Nach Anlöten der Litzen bzw. CuL Drähte werden diese durch die Schlitze gelegt, nach hinten gezogen und hinter den Plättchen sauber ausgerichtet. Abschließend die Drähte mit Sekundenkleber fixieren und das Ganze mit doppelseitigem Klebeband in den Lampenkörper einsetzen. Die blanken Lötstellen und Kabelenden mit weisser Farbe abdecken (aber möglichst etwas sauberer arbeiten wie in obigem Foto, J).






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2017.05.ab