IG Spur 1 Module

Rhein-Neckar

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Sehr lange hat die Vorfreude auf dieses schnuckliges Maschinchen gedauert, denn der Liefertermin wurde immer wieder verschoben. In einer Hinsicht aber auch gut so, denn man hat die technische Ausstattung verbessert. Zunächst gab es nämlich wegen des großen Lautsprechers im Führerhaus und eines fehlenden Rauchgenerators lange Diskussion. Nun ist sie also da, die berühmte bayerische Lokalbahnlok Gtl 4/4 bzw. BR 98.8 und hat sogar noch eine Umsteuerung per Servo bekommen. Optisch und von den Proportionen her ein Schmuckstück.


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Sorgen machen allerdings die Fahreigenschaften. Im Leerlauf oder auf dem Rollenprüfstand mag es noch gehen, aber sobald man Wagen anhängt, gibt`s beim Anfahren ganz lästiges Ruckeln. Und beim Abschalten der Gleisspannung oder bei verschmutzten Gleisen tritt sofort ein weiteres Ruckeln auf, was in dieser Form noch nie bei einem Modell angetroffen wurde (ein kurzer Clip). Damit einher geht eine besonders schnelle Verschmutzung der Radreifen, was auch noch dadurch begünstigt wird, dass die dritte Achse keine Stromabnehmer hat. Einige Modellbahnfreunde stört auch das recht laute, jaulende Getriebegeräusch. Auf zwei Mails an Kiss gab es bisher noch keine inhaltlich Auskunft, weshalb wir unseren Wissensdurst nicht stoppen konnten und zu eigenen Maßnahmen griffen.

Das Ruckeln beim Anfahren bekommt man recht gut in den Griff. Bei den "Motor CVs" haben wir es damit probiert:
(Reihenfolge wie beim Programmer)
CV                Wert
53                130
52                    0
51                    0
54                  28
55                 100
Man muss aber immer mit den Werten noch etwas spielen, denn jede Lok verhält sich aufgrund technischer Toleranzen unterschiedlich. Wichtig: die Lok gut einfahren, wechselnde Richtung, wechselnde Geschwindigkeiten und auch wechselnde Lasten; mindestens eine Stunde.


Die CV 113 (Dauer der Versorgung aus dem PowerPack) steht ab Werk auf rund 2 Sekunden und wurde auf den Wert 10 gesetzt. Damit wird die Pufferung ausgeschaltet, denn durch das Ruckeln und Zirpen bei Stromunterbrechungen bringt das eh nichts.  

Wir wollten nicht nochmal bei Kiss reklamieren und haben zur Ursachenforschung die Lok selbst geöffnet. Wen die Sache auch interessiert, findet nachfolgend eine kleine Doku. Im Anleitungsheft wird eine Garantie bei unsachgemäßem Öffnen ausgeschlossen. Die nachfolgenden Tipps und Bilder sollen dem entgegenwirken (der guten Ordnung halber, wie auch an mehreren Stellen schon gesagt: unsere Tipps erfolgen nach besten Wissen und Gewissen, aber dennoch ohne jegliche Garantie durch uns!).
 
Die Rauchkammertüre öffnen und die beiden seitlichen Schrauben lösen. Jetzt kann man den ganzen Rauchkammerring nach vorne abnehmen. Das am Gehäuse vom RG befindliche Rohrteil losschrauben, abnehmen und von den zu den Zylindern führenden Schläuchen abziehen. Im Bodenblech sind die 5 gut zugänglichen Schrauben zu lösen. Die Lok auf weicher Unterlage auf die Heizerseite legen und das Gehäuse abheben. Falls die beiden Schläuche oben noch nicht ganz locker sind, in der Rauchkammer ganz abziehen. Die ganze Elektrik macht einen sehr aufgeräumten Eindruck; es gibt keinerlei fliegende Steckverbinder oder Lötverbindungen. Es müssen nur noch 3 bzw. 4 Steckerleistchen von der senkrecht stehenden Platine gelöst werden, die allerdings recht fest in den Pfostenleisten sitzen. Dann aber ist der Aufbau vollkommen frei.

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Die Heizerseite. Vorne auf dem Bodenblech die beiden Puffer Elkos. Ganz rechts senkrecht die zentrale Platine für alle Steckverbinder und mit der Feuerbüchsen-LED. Daneben ebenfalls senkrecht der rechteckige Lautsprecher, der nach vorne abstrahlt. Über dem Motor mit Zahnriemenantrieb das Mainboard mit dem H0 Decoder huckepack.



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Alles sehr übersichtlich und kompakt angeordnet. Kompliment. Im Vordergrund das Servo für die Umsteuerung. Der Rauchgenerator befindet sich samt Steuerelektronik im Langkessel.


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Die Power-Elkos haben im Betrieb 4,9 V, was normal sein dürfte, denn bei der Kö 1 von km1 wurden 5,06 V gemessen. Bei Abschaltung der Gleisspannung sinkt sie schlagartig auf 3 V ab, was definitv nicht i.O ist. Hat man bei der Kö nur Licht und Sound an, also kein Motor, und schaltet über CV 113 nach einer Sekunde das PowerPack ab, liegen die Elkos noch bei 4,86 Volt und verlieren kaum noch an Ladung.
Zu Vergleichszwecken wurden die Daten vom Kiss Decoder (im Bild unten) ausgelesen und auf einen anderen V4.0 M4 aufgespielt. Das Ergebnis ist erschreckend: die Elkos kommen nur noch auf 2,6 V (ohne Last am Decoder) und auch die Stirn LED brennen garnicht mehr. Alles durcheinander. Es fällt noch auf, dass es auf dem Kiss Decoder einige Bauteileunterschiede gibt, obwohl es sich nach den Auslesedaten eigentlich um den selben Decodertyp mit Firmware 4.14.9217 handelt. Beide Decoder zeigen dagegen auf einem Testboard keine unterschiedlichen Funktionsabläufe.
Fazit: zumindest die Trägerplatine mit den Komponenten Powerpack, Servo, Sonderfunktionen und Rauchausgang muss einen mächtigen Bug haben. Fehler im Decoder sowie im Programmer können ebenfalls in Frage kommen.

Die Horrorliste mit inkompatiblen Digitalkomonenten wird immer länger ... :-(((
Ein ziemliches Desaster.
Mal sehen, wie lange die Kunden nun noch hängen gelassen werden ...



Ergänzung von Stromabnehmern an der dritten Achse

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An den Nachbildungen der Federpakete wird auf der einen Seite der Haltebolzen abgetrennt und durch den gelaserten Halter für die Picker (Spur 0) ersetzt.


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An dieser Stelle ist gut Platz, um die neuen Picker einzubauen. Von aussen ist nichts zu sehen, da die Picker durch den Spurkranz und das Sandfallrohr verdeckt werden (s.u.). Einziges Problem waren die festsitzenden Schrauben der Federpakete und z.Tl. ab Werk verwürgte Schraubenköpfe. Im Notfall hilft (vielleicht): mit 0,5-er Bohrer etwa 1 mm tief in die Schraube bohren und einen Schraubendreher mit guter, scharfer Klinge - notfalls mit vorsichtig dosierten Hammerschlägen - in den Schraubenkopf drücken, um den Schraubenkopf wieder etwas zu profilieren


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Wenn die Lok eh geöffnet ist, lassen sich die Pickerkabel an diesen Lötstützpunkten bequem festlöten. Ansonsten führt man die Kabel einfach von unten zum Nachbar-Picker. Wichtig ist, hochflexible Litze zu verwenden.


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Der neue Picker ist von der Seite nur zu sehen, wenn die Lok auf dem Kopf steht und man schräg von unten schaut



Fragen zum Vorbild

Kollege Alfred hat die Frage aufgeworfen, ob die beiden, zu den Sicherheitsventilen führenden Drahtzüge (s.u.) vorbildgerecht sind?
Bisher wurde noch kein Belegfoto gefunden. Wer kann helfen?

Ludger konnte, 98 886 bei der Museumsbahn betreffend, danke: Wiki
Und Heiko lieferte folgenden Link zum DSO, wonach das dann für die 98 886 (und 98 1125/98.11) zumindest auch ab 1966 belegt ist.


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Das Lokpersonal wirkt übrigens bei geöffnetem Fenster (= Scheibe ausgebaut) erst richtig. Den Heizer musste man noch von einer massiven Grundplatte befreien.

Weiterhin wollten wir wegen der guten Zugänglichkeit über das abnehmbare Dach den Innenraum etwas überarbeiten und auch die Rückwand zum Tender noch mit einer Nachbildung der Schiebeklappen etc. versehen. Freundlicherweise hat uns die Firma Dingler Vorbildfotos zur freien Verwendung überlassen. Dank auch nochmal andieser Stelle, insbesondere, weil uns schön öfters schnell und großzügig geholfen wurde. Die beiden folgenden Fotos gaben die Anhaltspunkte für die Holzteile am Boden und im Dach:

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Danach entstanden dann die Laserteile aus 0,5 mm Furnierholz

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Da im Modell der ganze Innenraum nagelneu glänzend ist, sollte der Boden auch wie "frisch verlegt" aussehen und wurde moorbraun gebeizt.

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Die Dachverkleidung wurde grau gebeizt, damit sie besser zum Grau der Führerhauswand passt.


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Da Dingler die 98 812 der Serie von 1914 entstammt und dort die Rückwand zum Tender etwas anders aussieht, können die Vorbildfotos nur Anhaltspunkte liefern.


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Hauptunterschied sind die Klappsitze, die bei den Serien ab 1921 an der Türeninnenseite angebracht waren.


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Solange uns kein Foto der 98 886 - Rückwand vorliegt, werden wir daher die rückwärtigen Anbauten zunächst ähnlich wie bei der 98 812 gestalten und im Wesentlichen nur die Klappsitze weglassen und durch die Türen zu den Stauräumen ersetzen. Ein Video in YouTube lässt zwar wegen der schnellen Kameraschwenks die Details der Rückwand nur ungenau erkennen (am besten bei 3:34 - 3:57 und 5:00 - 5:59), lässt aber den Schluss zu, dass obige Annahmen garnicht so falsch sein dürften.


Die aus 0,3er Karton gelaserten Teile

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Der Handbremshebel aus Messingguss stammt von Rainer Herrmann (Spur 1 Werkstatt) und kann auch über uns bezogen werden.

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Die Rückwand wird "stand alone" zusammengebaut und anschließend nur in das Führerhaus eingeschoben

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Die Teile mit dem Messer heraustrennen (nicht reissen !), sortieren und probestecken, bevor man klebt. Die Schienenprofile verhindern ein Festkleben auf der Unterlage. Pfeile: hier die kurzen Enden (vgl. Deckplatten)


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In Ruhe abtrocknen lassen, dann kann man auf der Arbeitsplatte direkt weitermachen.


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Am oberen Teil sind alle Platten und die beiden Türen aufgeklebt. In die Bohrung kommt z.B. ein Zahnstocher (D = 2) als Achse für den Bremshebel. Am mittleren Teil zunächst nur die Führungsschienen verkleben und abtrocknen lassen


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Das mittlere Teil wird zusammen mit der Schieberplatte über den Handgriff (0,5 mm Ms Draht) eingefädelt und mit dem Hauptteil verklebt. Nach dem Abtrocknen wird noch das Bodenblech endgültig abgewinkelt und verklebt



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In der endgültigen Version reicht der Einbau oben bis an den Abschluss der schwarzen "Kiss-Platte".

Hinweise zum Umgang mit Kartonbausätzen hier.

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Als nächstes kam noch dran:
- Farbkante Grau/Schwarz bis zu den neuen Teilen tiefergelegt. Beim Grauton passte von den vorhandenen Farbtönen RAL 7030 (steingrau) am besten
- die Ablageflächen der neuen Teile weren auch grau
- Abtönung des Holzbodens (war doch zu hell gewesen) und Bekohlung des Bodenbleches
- Ketten für die Schiebeklappe (Modekettchen aus der Bastelkiste)
- passend gelaserte, randlose Frontfenstereinsätze, um sich von den unschönen Klebeflächen und Rändern verabschieden zu können

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Die alten Fenster lassen sich ganz leicht mit einem Messer lösen und abheben. Kleberreste entfernt man mit Waschbenzin und Q-Tipps. Um die neuen Fenster plan einsetzen und so fixieren zu können, gibt es von aussen aufzulegende Kartonschablonen (grüne Pfeile). Scheibe und Schablone mit dem beiliegenden doppelseitigem Klebeband miteinander verbinden. Die gelaserten Scheiben stehen innen etwa 0,5 mm über. An den 3 markierten Stellen "Mikro-" Tröpfchen Sekundenkleber mit der Nadelspitze in die Kante legen. Klarlack geht auch. Wenn man sich noch etwas mehr Arbeit macht und 2K Kleber anrührt (z.B. Stabilit Express), bekommt man ein noch besseres Ergebnis; aber auch nur eine Nadelspitze voll nehmen! Die beidseitigen Schutzfolien der Scheiben erst nach dem vollkommenen Aushärten abziehen.


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Die Preise findet man hier (ziemlich weit unten).
Klaus Holl (Asoa) wird diese Teile aus unserer Bausatzaktion auch in sein Sortiment aufnehmen.
Fragen werden gerne beantwortet:
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! (kann manchmal aber auch etwas dauern; Spur Einser sind  ja aber eh Geduld gewohnt ...)

Hier noch das Bild von Marco (Danke !), das uns gerade rechtzeitig vor Abschluss erreicht hat und noch zur Höhenkorrektur geführt hat. Jetzt schliesst die Oberkante des Einbauteils mit der (ehemals) schwarzen "Kiss-Platte" ab.

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Was gibt`s Neues ?
(Stand 02/2016)

1. Francois hat die Maße für das Dach der Länderbahnversion übersandt, welches nunmehr auch gelasert zur Verfügung steht

Dach 2


2. Von Kollege Scholz kam der Anstoß, auch für die Seitenfenster eingesetzte Scheiben zu lasern

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Aufpassen: unten gibt es unterschiedliche Radien; insofern sind auch die Scheiben für rechts und links unterschiedlich

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3. Kollege Norman machte darauf aufmerksam, dass nur die 98 886 vorne seitlich eine offene Pufferbohle hatte. Bei allen anderen Loks müssten diese verschlossen sein, weshalb ein kleines Füllstück gelasert wurde

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4. Ebenfalls von ihm kam der Hinweis, dass die 98 851 runde Stirnfenster haben müsste

98 851
Foto: BD Regensburg

5. Im November zeigte Kiss ein gewisses Anfangsinteresse, die Zusammenhänge vom PowerPack-Ruckeln ("PPR") darzustellen, hat sich dann aber auf die letzte Mail vom 18.12.2015 nicht mehr gemeldet. Wir hörten von vielen Kollegen, dass sie ihre 98 zwischenzeitlich von Kiss wieder zurückbekommen haben. In keinem Fall wurde aber das PPR oder Getriebegeräusch beseitigt. Schade für die Modellbahner, deren Schwerpunkt nicht die Vitrine ist ...

6. Im Zuge der Untersuchungen zum PPR stand auch die komplette esu-Projektdatei zur Verfügung, woraus wir eine Version abgeleitet haben, die beim Zurücknehmen des Reglers auch auf Dauer keinen Auspuffschlag mehr macht. Erhöht man um eine Fahrstufe, donnert`s auch wieder. Wir können diese Datei gerne in geschützter Verison an andere Modellbahner per Mail abgeben. Bei Interesse Kontaktmail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!




... wird fortgesetzt !
(am liebsten, wenn es Lösungen der Hersteller für das PowerPack-Ruckeln und die ungewöhnlichen Getriebegeräusche gibt)


Ein kleiner Blog zum Getriebegeräusch

07/2016
Im Rahmen einer kleinen Urlaubsaktion haben wir uns mit Thomas (genannt "Theke") diesem Thema nochmals angenommen. Die Lok wurde komplett zerlegt, um an der dann isoliert betriebenen Antriebseinheit die notwendigen Untersuchungen vornehmen zu können.
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Ursache für das singende Antriebsgeräusch ist das Motorzahnrad mit nur 11 Zähnen. Der Zahnriemenriemen läuft rau und und ruckelig über die Zähne. Bei bestimmten Drehzahlen klettert er sogar leicht auf.

Generell gilt ja:
je geringer die Zähnezahl, desto komplizierter ist die Konstruktion der Zahnflanken, weil die Evolventen an den geringeren Teilkreisdurchmesser und die anderen Winkel der einzelnen Zähne zueinander angepasst werden müssen. Nur dann ist bei geringen Durchmessern überhaupt noch einen einigermaßen vernünftiger Zahneingriff möglich. Dies ist hier offensichtlch nicht ausreichend umgesetzt worden. Bei Durchsicht gängiger Sortimente verschiedener Anbieter war festzustellen, dass MXL Zahnriemenräder normal erst bei 16 Zähnen beginnen.

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Für einen ersten Test wurde auf die Zahnriemenräder verzichtet und zwei Riemenscheiben für Flachriemen gedreht. In Ermangelung passender Flachriemen wurde zunächst einfach der Zahnriemen gewendet und notdürftg als Flachriemen verwendet. Das Ergebnis ist schon wesentlich besser, weshalb wir in dieser Richtung weiter dranbleiben werden, um praktikable Umbaumaßnahmen zu finden.

Vergleichsfahrten mit einer originalen Kiss-Lok brachten aber schon mal sehr gute Ergebnisse. Ein erstes Handyvideo kann das aber nur bedingt rüberbringen. Fortsetzung folgt.


09/2016 Auf der Suche nach passenden Flachriemen sind wir nicht weitergekommen. Aber eher zufällig ist uns ein MXL Riemenrad mit 12 Zähnen in die Hände gefallen. Und, oh Wunder es passte recht gut als Ersatz für das "verunglückte" Original mit 11 Zähnen. Betrachtet man sich das Kiss-Rad genauer, sieht man, dass die blanken Abnutzungen nur auf den Zahnköpfen zu finden sind. Der Zahnriemen taucht wohl garnicht richtig in die "Täler" ein und läuft nur über die "Berge". Vermutlich hat man deshalb schon bei der Produktion den Achsabstand etwas erhöht, so dass nunmehr das 12-er Rad sehr gut passt.
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Das neue Riemenrad lässt sich in der Drehbank soweit bearbeiten, dass es problemlos auf der Motorwelle montiert werden kann (mit einer Wellensicherung wie zB Loctite 603). Zum Abbau des alten Rades (im Vordergrund) nehmen wir die abgebildete Abziehvorrichtung von Fohrmann. Von den fertig vorbereiteten Riemenrädern (Zr98) sind noch einige vorrätig. Bei Fragen oder speziellen Wünschen einfach melden: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Aus rein sportlicher Sicht wären wir auch gerne am Thema Flachriemen dran geblieben, aber es scheiterte an den Beschaffungsproblemen.

Nachdem nun der störende Geräuschpegel des Getriebes entfallen ist, bestand noch der Wunsch nach einem Sound mit  "freiem" Segeln, also ohne Funktionstasten, allein über den Fahrregler bedienbar. Hier ein Clip als kleine Hörprobe. Bei Interesse einfach melden.

Da in der letzten Zeit nun doch einige 98.8 durch Mannheim "gefahren" sind, noch einige kurze Hinweise zu Besonderheiten dieser Maschine. Beim Rauchgenerator muss man höllisch aufpassen, ihn nicht trocken zu fahren (ggfs. Wert des Heizwiderstandes erhöhen), die rechte Verschraubung des Rauchkammerrings ist wegen Verspannung manchmal abgebrochen (besser kleben, wie löten), das Gestänge zum Servo kann sich aushängen (Winkelstück justieren, ggfs. nachlöten) und die roten LED scheinen empfindlich zu sein (siehe unten). Auch wenn man sie nur selten braucht, einfach regelmäßig mal nachschauen, ob noch alle ok.
Bei Fragen einfach melden.

Doku LED-Tausch
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Diese Duo-LED ist wohl gestorben, weil das mittlere Kabel mit der blanken Stelle Massekontakt gehabt haben dürfte.
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Weil die Kabelführung mit 4 Adern nach vorne zunächst unklar war, wurde ausgeklingelt. Hier die Belegung:
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Die beiden roten LED sind direkt parallel geschaltet (rote LED haben größere Toleranzen und sollten eher nicht parallel betrieben werden, um Helligkeitsunterschiede zu vermeiden).

Die LED sitzt auf einer kleinen Trägerplatine. Diese ist mit Klebeband in der Lampe fixiert, lässt sich aber mit einer kleinen Schraubenzieherklinge gut lösen. Unter der Pufferbohle die Abdeckung abschrauben und die LED-Platine nach unten durchschieben
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Leider waren bei Kiss keine LED Platinchen zu bekommen, sondern nur lose LED, an denen CuL Drähte angelötet sind
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Das Ablöten der alten LED von der Platine ist ziemlich kniffelig: mit doppelseitigem Klebeband auf dem Puffer fixieren, die Anschlussdrähte markieren und ablöten und dann mit zwei Lötkolben den alten Kandidaten so "runterfummeln", dass die Leiterbahnen nicht zu heiss bzw. beschädigt werden. Das Ablöten der CuL Drähte von der neuen LED ist dagegen, ebenso wie das Auflöten auf die Platine, gut möglich.
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Der Steckverbinder für die rückwärtigen Lampen (v.o.n.u.):
sw = 2x rt parallel
gr = ws oben
gr = ws rechts (in der Draufsicht)
gr = ws links
rt = +
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Der Verdacht (s.o.) hat sich nun bestätigt, nachdem der vierte Fall vorlag und nachgemessen wurde. Man darf diese roten LED wegen ihrer Toleranzen nicht direkt ohne Vorwiderstand parallel schalten. Die einfache Lösung im Bild oben: in beide Zuleitungen einfach je einen 300 Ohm Vorwiderstand schalten ...
Noch besser wäre natürlich, wenn auch die roten LED ab Werk separate "Haupt"-Widerstände bekämen, damit sich keinerlei Helligkeitsunterschiede bemerkbar machen können.

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2016.02
2016.07
2016.09
2016.10
2017.04