IG Spur 1 Module

Rhein-Neckar

Sinn und Zweck von Gleissperren werden als bekannt vorrausgesetzt.
Zur Einleitung diese Vorbildfotos einer recht interessanten Anordnung aus unserer Region.


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Diese beiden Gleissperren schützen den dahinter liegenden Übergang. Die Rechte wirft in Blickrichtung nach rechts aus, die Linke nach links. Rangiereinheiten nähern sich von beiden Seiten, weshalb auch jeweils zwei Laternen aufgestellt wurden

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Die rechte GS aus dem ersten Bild hat am Auswerfschuh auch noch die Betätigungsstange für die (hier garnicht benötigte) Handbedienung. An der linken GS wurde diese nicht montiert.


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Eine komplette Bilderserie mit vielen Detailaufnahmen dieser Gleissperren aus MA-Rheinau können hier runtergeladen werden.


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Bilder aus dem Stellwerk dieser Rangiergruppe. Unten das interessante Stelltisch-Symbol für diese Gleissperren

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Auf diesem Foto interessant: die "loddelige" Befestigung der beiden Winkelträger und des Trageisens mit 6-Kantkopf-Schrauben (aus dem Baumarkt ???)

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Beim Thema Gleissperren gilt besonderermaßen: es gibt nichts, was es nicht gibt ... :-)))
Für unseren Bausatz haben wir aber dennoch die typischen 4-Kant-Schraubenköpfe gewählt.


Für Spur 1 Gleissysteme mit 5,0 bis 5,2 mm hohen Profilen gibt derzeit keine funktionsfähige, leicht aufzubauende Gleissperren mit "Hübner-adäquater" Detaillierung.
Wir haben uns der Sache angenommen und bieten die notwendigen Teile in einer kleinen Auflage an. Infos zur Liefermöglichkeit hier.
Ausserdem zeigen wir hier ganz ausführlich, wie man leicht und schnell zu schönen Gleissperren gelangen kann. Viel Spaß beim Schmökern und Bauen.

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Mit den Teilen des Bausatzes für die Gleissperre kann man sowohl eine rechte wie auch linke Version aufbauen

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Vorschläge für einen Laternenbock und Antrieb werden unten im Rahmen der eines separaten Teiles behandelt.

Einige Fotos der fertig montierten Gleissperre.
Zur Erleichterung der Demontage für die Lackierung sind die Befestigungsbolzen auf allen Fotos noch nicht ganz reingedrückt.

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Der Einbau wird an einem Hübner-Schwellenrost gezeigt, ist aber auch an allen anderen Fabrikaten möglich. Wichtig ist lediglich, dass der lichte Schwellenabstand 11,5 mm (+/- 0,5) beträgt. Da keine Aussparungen in der Grundplatte (wie früher bei Müller/Besig) notwendig sind, ist auch der nachträgliche Einbau in der fertigen Gleisanlage möglich.

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An einer der mit Kreis markierten Stellen kann die Sperrvorrichtung direkt montiert werden, an den anderen Positionen müsste einer der mit Kreuz markierter Stege und ggfs. die Schraubenlasche entfernt werden. Zwischen den beiden Schwellen ganz rechts wäre eine Montage nur möglich, wenn der Schwellenabstand vergrößert wird.
Bei Montage in den Kreispositionen kann der gegenüberliegende Steg immer verbleiben und dient dann der Auflage der Stellstange.


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Alle Gussteile sauber abtrennen, entgraten und verputzen; bei Bedarf auch etwas nachjustieren. Bohrungen bei den Tragwinkeln: 0,8 für die Befestigungsbolzen, 0,7 für die Achse. Da Ms 63 zäh ist, nur mit scharfen Bohrern arbeiten! Wenn möglich, auch etwas schmieren.
Die Nut ggfs. etwas ausnehmen, damit die Lasche bei der Mutter den Schienfuß richtig umgreifen kann.


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Bohrungen beim Entgleisungsschuh: 0,8 für die Drehachse, 0,7 für die Betätigungsstange. Beide Stangen aus 0,7-er Ms Draht. Drehachse ca. 10,5 lang. Beide Stangen werden nur gesteckt.


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Teile zusammenstecken, auflegen und mittig ausrichten. Leichtgängigkeit prüfen. Schwellen für die Bolzen mit 0,8 durchbohren


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Die beiden Kleineisen wie gezeigt bis zur Profilbefestigung abtragen



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Beim Gegenwinkel die Löcher für die Bolzen mit 0,8 Bohren aufbohren. Durch einen Formfehler ist manchmal der Bolzenkopf an der markierten Stelle nicht ganz ausgebildet. Hier dann ankörnen und auch ein Bolzenloch einbringen.


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Der lichte Abstand zwischen Schienenkopf und Gegenwinkel beträgt bei NEM 3,2 mm. Entgleisungsschuh auflegen und den Winkel sauber ausrichten. Wenn Bohrungen und Bolzen sitzen, den Winkel gut festhalten und mit einer Flachzange die Winkelenden wie bei einem Radlenker etwas nach innen biegen


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Leichtgängigkeit prüfen


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Vom 0.8er Ms Draht etwa 8 bis 10 mm ablängen und parallel auf die Stellstange löten, mittig ankörnen, 0,6 vorbohren und dann 0,8. Der notwendige Hub beträgt ca. 4 mm.


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Den beweglichen Teil wieder ausbauen, die Betätigungsachse des Entgleisungsschuhes herausziehen und die Stellstange aufschieben, und zwar mit dem aufgelöteten Zusatzdrahtstückchen nach unten zeigend. Wenn die Stellstange nur einseitig gebraucht wird oder eine beidseitige Führung durch Laternenböcke fehlt, sollte von dem beiliegenden Ms-Röhrchen zwei passende Stücke abgelängt und mit auf die Betätigungsachse geschoben werden, um das Querspiel der Zugstange zu begrenzen.

Für die Grundlackierung (grau gem. Vorbildfotos) wieder alles zerlegen. Zur endgültigen Montage die Montagebolzen mit genz wenig Sekundenkleber einsetzen. Dann noch den Engleisungsschuh gelb streichen und mit der Airbrush alles nach Geschmack in braun abtönen.

Die fertig eingebaute Gleissperre:

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Antrieb und Laterne beim Vorbild
 

Beim Vorbild erfolgt die Betätigung
- ferngesteuert (elektrisch oder per Drahtzug) und
- manuell am Handgriff (s.o.) oder mit einem Gewichts-Handstellhebel

Wenn möglich, wurden die elektrischen Antriebe immer auf der "sicheren" Seite montiert, damit diese nicht von entgleisenden Fahrzeugen zertrümmert wurden. Laternen auf der anderen Seite überlebten dagegen den Ernstfall selten ... :-)

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Die nächsten beiden Bilder zeigen Trageisen mit niedrigem Laternenbock, wie sie eigentlich am häufigsten anzutreffen sind

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Die Laternen sind meistens mit Reflektoren ausgestattet. In den frühen Epochen gab es aber auch viele beleuchtete Gleissperren, insbesondere in Personenbahnhöfen und bei schlechten Sichtverhältnissen.

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(Foto: Ingo Wlodasch)


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Interessant bei diesen beiden Aufnahmen ist der rote, in der DRG-Zeit übliche Anstrich.
In der "Vorschrift für die Unterhaltung der Signalanlagen (SigVU), Teilheft 2 "Einbau und Prüfung der mechanischen Stellwerke" vom 01. Mai 1960 wurde im 4. Abschnitt,
"Gleissperren und Gleissperrenantriebe", §10 (10) geregelt: "Der Entgleisungsschuh ist gelb (RAL1012) zu streichen."
Wie man sieht, hat sich die Umstellung dann wohl doch noch recht lange hingezogen ...
(DSO)

 

 



 

Laterne und Antrieb im Modell

Um den Aufwand bei der Umsetzung ins Modell in Grenzen zu halten, greifen wir auf den Hübner/Märklin Stellbock (rechts Nr. 1035-1, links 1055-1) zurück. Diese Teile werden sehr oft günstig im "zweiten Markt" angeboten, weil diese standardmäßig in den 10° Weichensets enthalten sind und oft garnicht verbaut werden (z.B. im Schattenbahnhof, bei transportablen Modulen oder Anlagen nach jüngeren Epochen).  Will man einen ferngesteuerten Antrieb nachbilden, ist der Handstellhebel schnell abgeschnitten oder ausgebaut. Weiterer Vorteil ist die integrierte Laternenhalterung und verschiedene simple Beleuchtungsmöglichkeiten.

Bei genügender Nachfrage könnte auch ein Trageisen mit niedriger Laternenlagerung aufgelegt werden.

 

 




Bauanleitung mit Hübner-Trageisen und Fulgurex Antrieb

Beim Hübner Trageisen schneidet man die beiden Clipse ab. Das ist wesentlich einfacher, wie das Ausarbeiten der Schwellen. Das gilt insbesondere bei nachträglichem Einbau in die Anlage.

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Das Stellgestänge hat ausserdem in den beiden Endlagen Rastpunkte, welche an sich die Weichenzungen nach dem Stellen arretieren sollen.
Clip 1: Die Rastpunkte führen zu leicht ruckartigem Lauf
Clip 2: jetzt ohne Rastpunkte
Wenn man einen Antrieb mit Kraftübertragung per Federdraht (wie hier in diesem Beispiel) verwendet, empfielt es sich, diese Federnasen - wie im obigen Foto markiert - abzuschneiden.
Hat man dagegen einen langsam laufenden, kraftvollen Antrieb mit direkter Übertragung, sollte man die Rastpunkte beibehalten, da die Laternen dann sauberer bis zur Endlage drehen.



Die Stellstange des Hübner Weichenbocks auf der Gleissperrenseite erhält an der im Foto gezeigten Schnittstelle stirnseitig eine 0,5er Bohrung, die genau zentrisch und winkelig verlaufen muss. Anschließend auf 0,8 aufbohren, damit die Ms Stellstange eingeführt werden kann.

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Oben ist auch der Handstellhebel und der Antriebsriegel komplett ausgebaut, um optimale Leichtgängigkeit zu erreichen. Was besser aussieht: man kann natürlich auch nur das Teil mit dem Gewicht wegschneiden und den Riegel belassen.





Der Hübnerbock hat einen Stellweg von ca. 7,5 mm; wir brauchen aber nur 4 mm. Insofern muss die oben bereits erwähnte Bohrung in der Stellstange zu einem Langloch erweitert werden, in dem man rechts und links daneben ein weiteres Loch setzt. Gesamtabstand 3,5 mm. Dann zunächst mit einem 0,6 er Bohrer zum Langloch ausfräsen; anschließend mit 0,8 das Gleiche. Oder, was vermutlich einfacher ist: aus 0,5 er MS Draht eine Schlaufe biegen und gem. Foto auf die Stellstange löten. Anschließend die Drahtenden verschleifen.

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Nachtrag 01/2015
eine Variante mit nur 4 mm Stellweg an der Laterne wird noch ganz unten in der Galerie gezeigt




Auf der anderen Seite erhält die Stellstange gem. Foto ein Ösenloch und wird mit der Hübner Stellstange per Dorn oder Stelldraht vom Motorantrieb verbunden. Die wenigen Schritte, um das Ösenloch herzustellen:

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Eine Öse biegen, mit Zinn ausfüllen, glätten und ankörnen, klein vorbohren (0,6) und dann auf Maß aufbohren (hier 1,2)





Die Abmessungen der Stellstange:

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Falls die Maße der Stellstange ein wenig "entgleisen" sollten, kann man das - vor dem Festschrauben - durch Verschieben der Trageisen noch etwas korrigieren. Von der Tendenz her also eher einen kleinen "Tick" länger machen ...


Die Stellstange auf dieser Seite ziemlich weit rechts laufen lassen

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Um das Wandern nach links zu verhindern, von dem beiliegenden Röhrchen ca. 3,5 mm abtrennen und über die die Welle ziehen.


Auf der anderen Seite läuft die Stellstange gut links von der Mitte ...

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... und wird zur Seite hin durch den stabilen Stelldraht des Antriebsmotors geführt


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Die beiden Teile der Stellstange werden über den Stelldraht des Motors verbunden.


Für den Musteraufbau wurde der Fulgurex Antrieb (Conrad) genommen. Der ist zwar relativ laut, aber robust, preiswert und leicht zu montieren. Insbesondere wenn man einen 1,0 mm Stahldraht wie gezeigt anbaut und eine Zwischenplatte mit Langlöchern zur Feinjustage verwendet. Ausserdem wurde zur Geräuschdämmung eine Zwischenlage aus Industriegummi gelasert. Die beiden Befestigungsschrauben machen sich nur unwesentlich als Schallbrücke bemerkbar.

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Genauso gut sind auch alle anderen gebräuchliche Weichenmotore geeignet. Insbesondere der Hübnermotor gefällt wegen geringerer Geräuschentwicklung und langsamerer Umlaufgeschwindigkeit. Man sollte ihn allerdings leicht versenkt einbauen, da er oberflur doch recht klobig ist und unterflur nicht richtig kraftschlüssig arbeitet. Interessant wäre sicher auch ein Versuch mit einem Linearservo.


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Bei dieser Anordnung der Hübner-Laternenböcke (je 1x die rechte und 1x die linke Version) braucht man 2 linksdrehende Laternen.

Beim Vorbild wird nur eine Laterne verwendet, wenn die GS antriebsmäßig fest mit einer Weiche gekoppelt ist, Aufstellung aber immer in Auswurfrichtung rechts vom Gleis.
Nicht vorbildgerecht ist hier im Modell der zu geringe Abstand zum Grenzzeichen (normal 6 bzw. 4,15 Meter, je nach Gleiskategorie und Weichenwinkel)


Wie schon erwähnt, ist mit dem Fulgurex Antrieb ist der Bewegungsablauf relativ schnell, aber für eine preiswerte Lösung durchaus akzeptabel: Clip 3 

Zum Vergleich: die Drehbewegung beim Vorbild (5,3 MB) mit einer Umlaufzeit von etwa 4 Sekunden.
Interessant übrigens, dass die Laterne beim Vorbild auch nicht vollständig über die ganzen 90 Grad läuft.

Um im Modell mit der Stellgeschwindigkeit ganz herunter gehen zu können, wurde zu Versuchszwecken ein hoch untersetzter Selbstbauantrieb (Danke Thomas !) eingebaut: Clip 4
Über einen variablen Spannungsregler kann die Stellgeschwindigkeit stufenlos eingestellt werden. Durch Faulhabermotor und Planetengetriebe ist kaum noch ein Antriebsgeräusch zu hören.

Nach Absprache kann übrigens auch beim Zusammenbau der Gleissperren geholfen werden. Ausserdem können wir derzeit auch noch mit einigen Hübner Weichenböcken aushelfen.

 

 



Laternen im Modell
Es gibt von verschiedenen Herstellern geätzte Laternen, wobei aber nicht alle auf den Hübner-Bock passen. Ausserdem ist der Zusammenbau schon recht schwierig und für fertige Laternen muss etwas tiefer in die Tasche gegriffen werden. Wir haben daher eine einfachere Variante mit Teilen aus Karton und Resin vorbereitet. Drei Beispiele:


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Alle Laternen bestehen aus 0,3 mm starkem Karton. Links die einfache Bauform ohne Glaseinfassungen.
Wer mit Karton und Pinsel lieber arbeitet wie mit dem Lötkolben an geätzten Laternen, kann auch die erhabenen Glaseinfassungen auflegen (rechts) und kommt damit dem Ergebnis von Ätzlaternen schon sehr nahe. In der Mitte eine Version mit abgeschrägten Deckel und dem Hutzen für die Petroleumbeleuchtung, wie man sie von den Hübnerlaternen her kennt.


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Die Teile des Laternenbausatzes (vlnr)
1. Laternengehäuse
2. Klebeschablone
3. unterer Einschub
4. Verstärkung Bodenplatte
5. Deckel (flache Ausführung)
6. abgeschrägter Deckel mit Hutzen (alternativ)
7. erhabene Gläsereinfassungen (optional)
Im Normalfall kommt man mit linksdrehenden Laternen zurecht. Der Bausatz kann aber auch als rechtsdrehend bezogen werden.


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Bauanleitung
 1. In die Falznuten des Gehäuses leicht verdünnten Kaltleim mit dem Pinsel auftragen. Hinweise zum Umgang mit Kartonbauteilen gibt es hier.
 2. Die Seiten (Falznut nach innen) 90° abwinkeln und Klebeschablone drüberschieben. Die Winkel innen nochmal mit dem Pinsel gut deckend überstreichen
 3. Gut aushärten lassen und mit superscharfem Messer oder sehr guter Schere den aussen überstehenden Wulst bündig abschneiden
 4. optional: (vgl. 5.) Montagehilfe für die Glaseinfassungen (Gs4) zusammensetzen, zur Ausrichtung das Gehäuse auflegen (s. Foto unten)
 5. optional: mit fast wässrig verdünntem Kaltleim die Auflagestellen für die erhabenen Gläsereinfassungen benetzen, die Kartonteile auflegen, ausrichten und mit kleiner
     Schraubenzieherklinge noch leicht andrücken
 6. Den unteren Einschub mit der Biegeritzung nach unten legen und die Verstärkung für die Bodenplatte aufkleben. Die 4 Seitenteile um 90° nach oben biegen. Die Biegekanten mit Leim
     stabilieren
 7. Deckel aufkleben. Aufpassen: schmälerer Rand des Gehäuses nach oben (sonst Drehrichtung falsch). Optional: den Boden vom Resindeckel über Sandpapier planschleifen. Wem die Oberläche zu rauh ist, mit feinem Sandpapier glätten
 8. Laterne lackieren
 9. Den Einschub einsetzen und mit der Unterkante der Laterne plan ausrichten. In die Fuge zum Gehäuse Sekundenkleber laufen lassen
10. Laternenboden lackieren


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Statt der Hübner-/Märklinbeleuchtung per LED und Lichtleiter kann man zur Vereinfachnung auch eine Mikrobirne (T24) verwenden. Das Loch in der Anlagenplatte unter der Laternenachse erweitert man dann gleich auf 3,5 mm

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Um beide Adern durch die enge Laternenachse zu bekommen, wird die Eine komplett abisoliert. Ein 430 Ohm Vorwiderstand beschert ein schön funzeliges Licht und der 22 V Birne auch bei voller Digitalspannung ein "ewiges" Leben ...

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Bei dieser Gelegenheit:
für den Urmodellbau wurden Imitationen von Gewindebolzen mit Muttern SW 1,0 hergestellt; Bolzendurchmesser 0,8 mm.
Einige Abgüsse sind noch vorrätig.

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Galerie mit Fotos von Kollegen

Thomas hat für den Laternenbock Teile von Hegob verwendet und das Gestänge der Laterne direkt für 4mm Hub bei 90° ausgelegt. Der Handantrieb erfolgt - wie beim Vorbild - über die seitlich eingelötete Griffstange am Entgleisungsschuh (vgl. Vorbildfotos oben)

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Bei dieser Gleissperre wurde ein anderer Angriffspunkt für die Stellstange gewählt, damit auch die Laterne mit nur 4 mm Hub zufrieden ist
(Hinweis: die Laterne sitzt nicht falsch herum, sondern konnte aus Platzgründen hier nur auf der anderen Seite angeordnet werden. Gab es beim Vorbild übrigens auch ...)



Eine interessante Situation in DA - Kranichstein (14.5.2015) mit ...

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... diesen Besonderheiten:
- doppelte Gleissperre innerhalb einer Weiche (gibt es aber sehr oft)
- der Antriebskasten (links) ist aus Platzgründen um 90° gedreht
- beide Laternen haben keinen Deckel (mehr ?)
- das Zwergsignal für den Fahrweg steht vor dem Gleissperrensignal
- und es gilt für beide Gleise


Nachtrag 06/2015
Für die am meisten gewünschte Anordnung (eine Laterne, linker Stellbock 59098, Hübner Schwellen und Cobalt Antrieb) wurde eine Bodenplatte aus 6mm Sperrholz gelasert, die einen bequemen Zusammenbau der Sperre am Arbeitstisch erlaubt. Danach wird dann alles komplett in die Anlage eingebaut. Die Bodenplatte mit Schwellenrost und Sperre drauf wird entweder als Böschungskörper auf die Anlagenplatte aufgelegt oder alternativ in einem Plattenausschnitt von 10 x 15 cm bündig eingelassen.
Die Bodenplatte ist auch für die Variante mit 2 Laternen möglich und wird dann 19 cm lang.
Auf die Bodenplatte sind ausserdem Biegeskizzen für die beiden Gestänge eingraviert.

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Zum Schluss dann fertig ausgestaltet und betriebsfähig in die Anlage einsetzen





Wird sicher fortgesetzt, ein vielseitiges Thema halt ... :-)))


2014.12.ab
2015.01.ab
2015.06.ab