IG Spur 1 Module

Rhein-Neckar

An den genannten Einsatzstellen sind beim Vorbild seit jeher die "abenteuerlichsten" Sonderbauformen anzutreffen, um bei beengten Platzverhältnissen bzw. besonderen Betriebssituationen dennoch eine elektrische Fahrleitung realisieren zu können.

 

Hier einige Google-Beispiele

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Und noch drei Aufnahmen (Gerd Kästel) aus Holland mit interessanten Konstruktionen zur Aufhängung der Fahrleitung. Schon beinahe kurios ist die Lösung, den Panto wie bei der Modellbahn einfach in der Luft "kratzen" zu lassen und anschließend an Schrägen wieder einzufangen.

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Seit Anfang des Jahrtausends kommen bei Neu- und Umbauten verstärkt Deckenstromschienen zu Einsatz. Hier hat ein Hersteller (Bealfour Beatty) eine interessante Übersicht zusammengestellt.

Dieses inzwischen oft anzutreffende Kastenprofil  führte zu der Idee, die Fahrleitung an solchen Stellen mit einem 4 x 1,5 mm Ms-Flachprofil nachzubilden. Es fehlte nur noch eine geeignete Halterung, wofür nun folgendes Gussteil geschaffen wurde. Davor im Bild ein Stück Flachprofil.

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Die Befestigungsmöglichkeiten der Stromschiene (v.l.): durchgesteckter Draht, verlötet und verschraubt (hier M 1,4, bis zu M 2 möglich). Im Hintergund sind die Isolatoren auf Holzleistchen montiert, die in die Märklin Bogenbrücke eingeklebt werden.


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Der Übergang auf die normale Fahrleitung (für`s Foto noch unlackiert)

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Die Märklinbrücke ist leider von der Vorgängerkonstruktion noch etwas "versifft" wird aber auch noch farblich ausgebessert




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Zwar unscharf, aber der Verlauf über zwei Märklinbrücken hintereinander lässt sich noch erkennen

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Die Fahrdrahthöhe beträgt 161 mm über SO, also noch 4 mm über der Minimalhöhe (vgl. Maßangaben zur Profillehre)

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Mit der Profillehre wird auch der Fahrleitungsbau deutlich erleichtert, insbesondere wenn zwei oder mehrere Lehren zum Einsatz kommen. Dann kann man darauf während des Einfädelns die Fahrdrähte ablegen. Zum seitlichen Ausrichtern der Fahrdrahthalter möchte sie der Verfasser auch nicht mehr missen. Es müssen dazu nun auch keine Loks mehr missbraucht werden
(trotz aller Vorsicht ist doch irgendwann auch schon mal Lötzinn oder Farbe auf das Lokdach getropft ...).

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Die oben gezeigte Holland-Lösung war dann willkommener Anlass, die Fahrleitung auch noch bis zur Roll-Klapp-Brücke zu führen.

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Das "Holland-Portal" entstand aus Metall-Fahrleitungsmasten von Wunder und 6x3 Ms Profilen

 

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Die Zwischenholme sind aus 3 mm Plexi gelasert und wurden verschraubt, damit eine spätere Umrüstung zur Aufhängung einer flexiblen Fahrleitung auf die "RoKlaBrü" leicht möglich ist.


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Im Zuge dieser Arbeiten wurde auch an einem Halbkreis der Paradestrecke wieder eine Fahrleitung aufgebaut:

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Erstmals kamen auch Teile der Wunder-Oberleitung zum Einsatz, wobei aber einiges abgeändert werden musste, um eine sicherere Aufhängung und vollen "ZickZack" zu erreichen. Der Hersteller will das auch noch anpassen. Wenn das erfolgen sollte, lohnt auch ein separater Bericht, wie und woraus unsere Fahrleitung entstanden ist.

 

12.2013.ab
01.2014.ab