IG Spur 1 Module Rhein-Neckar,

Mannheim (IGMA)

Stahlfachwerk Wasserturm nach dem System "Klönne"

Er sollte auf jeden Fall Nieten ...

an der Kugel haben, und ein filigranes, maßstäbliches Stahlfachwerk!

Zunächst zum Vorbild: August Klönne entwickelte um 1900 diesen Typ Wasserturm mit Kugelbehälter aus Stahl, der in den Jahren von 1905 bis etwa 1926 in recht hoher Anzahl und ähnlichen Formen von der Firma Klönne in Dortmund gebaut wurde. Diese Bauform war daher gerade im nördlichen Teil Deutschlands besonders weit verbreitet. Ein sehr schönes, großes Exemplar wird als mustergültig restauriertes Baudenkmal von der Stadt Ahlen im Münsterland unterhalten. Mit rund 44 Metern Höhe wäre davon ein Spur 1 Modell beachtliche 1,40 Meter hoch.

Zu unserem Modell: bei der Auswahl haben wir uns bei der Größe für ein goldenes Mittelmaß entschieden, also glaubwürdige Proportionen bei gleichzeitiger Handhabbarkeit und vertretbarem Platzbedarf für Spur 1. Mit einer Gesamthöhe von rund 93 cm (entspricht beim Vorbild 30 Metern) und der Möglichkeit, den Fachwerkturm um Etagen zu kürzen, hoffen wir, den Geschmack der Selbstbauer in der Spur 1 Gemeinde getroffen zu haben. Die Grundfläche beträgt ca. 30 x 32 cm, der Kugeldurchmesser 33 cm und der oberer Plattformdurchmesser 39cm.




Eigentlich war unsere Bausatzaktion Wasserturm zeitlich noch garnicht "drin", und als Märklin im Februar 2009 den Wasserturm von Duisburg-Wedau ankündigte, wurde sie sogar ad acta gelegt. Leider wurde jedoch die Bestellung bei unserem Händler vom Werk storniert: "als Neuheit gestrichen". Nach Wiederaufnahme im 150-Jahre-Katalog 2009 dann erneute Enttäuschung beim Bestellversuch: "auf unbestimmte Zeit verschoben". So lange wollten wir aber nun doch nicht warten, denn die Ecke hinter dem Lokschuppen muss nun endlich geschlossen werden. Soweit diese Vorgeschichte. Ausserdem sollte unser Wasserturm am Behälter Nieten haben und nicht - so, wie es auf dem Märklin-Foto aussah - nur angedeutete Schweissnähte. Geschweisste Behälter gab es nach unseren bisherigen Erkenntnissen bei solchen Wassertürmen nicht.

Der Bausatz besteht aus gelasertem Spezialkarton, den eine sehr hohe Belastbarkeit und besonders lange Haltbarkeit ("Museumsqualität") auszeichnet. Er hat eine vollkommen glatte und faserfreie Oberfläche,die sich im lackierten Zustand nicht von Metall oder Kunststoff unterscheiden lässt. Weiterhin ist er für geübte Modellbauer leicht zu verbauen. Alle Laserteile haben passgenaue Steckverbindungen und werden mit verdünntem Weißleim zuverlässig veklebt. Wichtigstes Werkzeug sind eigentlich nur: gute Pinzetten, scharfe Bastelmesser und Pinsel.



Jedem Bausatz liegt übrigens eine Packung mit den Minatur-Wäscheklammern bei.





Neuland wurde bei der Herstellung des Wasserbehälters betreten. Es gab Expertenmeinungen, wonach Gußteile in dieser Größe nicht mehr möglich wären. Wir wollten aber dennoch nicht aufgeben, denn mit zwei Halbkugeln auszukommen, erlaubt es, den Zusammenbau auch beim Behälter ganz einfach zu halten.

Auf Basis unserer 2D Entwürfe hat ein echter Profi (danke Klaus) eine 3D CAD Konstruktion geliefert. Mit deren Daten wurde das Urmodell durch einen Fachbetrieb in STL (Stereolithographie) aufgebaut. Die Abgüsse der Halbkugeln in Resin haben wir nach vielen Versuchen schließlich selbst in Angriff genommen, um gleichbleibende Qualität und schnelle Verfügbarkeit zu erreichen. Und auch aus Kostengründen, denn der Zeitaufwand ist nicht zu unterschätzen. So wird z.B. jede Nietreihe einzeln von Hand per Pinsel mit Harz gefüllt ...



Die Konstruktion wurde im März 2010 abgeschlossen und die Kleinserie zur Selbstbauaktion wurde Anfang Juni versandt. Eine Nachauflage wurde im Oktober 2010 abgeschlossen. Eine weitere Nachauflage ist nicht möglich, da die Formen "fertig" sind und für eine Überarbeitung die Zeit fehlt.




Der "Nach-dem-Gießen-Aufbewahrungs-Turm" ...
... und Bilder vom fertigen Turm










Der Preis der ersten Auflage lag bei 390 Euro. Bestellschluss war der 25.4.2010. Die Lieferzeit betrug dann rund 8 Wochen. Nachauflagen sind passée.


Auf Wunsch können für sichere Aufbewahrung und Transport des fertigen Behälters Schaumstoffteile passend zugeschnitten werden. Dann sind auch Einlegwannen für die beiden Roll-Leitern und die Firstlaterne beigefügt. Die Lieferung erfolgt in einem Karton mit passender Größe zur Kugel. Wegen Beschaffung der Schaumstoff-Plattenware kann diese Auflage jedoch nur bei genügend Interesse erfolgen.




Der Bausatz enthält standardmäßig eine Karton-Schablone für die 6 Betonfundamente und den Bodenring der Mittelsäule. Auf Wunsch kann jedoch aus 10mm Sperrholz eine Bodenplatte mit 6-eckigem Ausschnitt gelasert werden, die eine passgenaue Aufstellung bzw. Abnahme des Wasserturmes zulässt. Die Aussenform der Platte braucht nicht - wie im Foto - rund zu sein, sondern wird nach Wunsch bis zu einem Format von 60 x 40 cm zugeschnitten.



Wem das Modell zu hoch ist, kann sich auch an niedrigeren Vorbildern orientieren. Der bekannte Turm in Haltingen (Baden) ist ein gutes Beispiel, wobei dieser aber auch extrem niedrig ist.



Die Masten lassen sich während des Baues leicht kürzen. Wegen entsprechender Nachfrage wurde aber auch eine Variante mit um eine "Etage" gekürzten Masten aufgelegt.




Man sollte aber auch nicht vergessen, dass der frühere Märklin Wasserturm Nr. 5619 nach Crailsheimer Vorbild auch immerhin schon 64 cm hoch war. Und das, obwohl er maßstäblich viel zu klein war und deshalb oft für Spur 0 Verwendung fand.

05.2010.ab




Bauanleitung



1. Allgemeines

Alle Arbeiten sind auch für den weniger geübten Modellbauer gut zu schaffen. Das Umständlichste und Zeitaufwändigste ist eigentlich nur das Lackieren. Aber auch das ist mit einer kleinen Airbrush und guten Farben recht gut zu bewerkstelligen. Es ist zwar verlockend, die Teile mit dem Pinsel einzufärben, leider bringt das wegen der glatten, kunststoffartigen Oberfläche des Kartons kaum gute Ergebnisse. In der Wahl des Farbtones ist man weitgehend frei. Die meisten Türme hatten graue Töne, einige aber auch grünlich oder grün-grau. Das Muster hier ist eisengrau (RAL 7011).


Und noch was, biitte lassen Sie sich nicht von der Ausführlichkeit der Baunaleitung abschrecken :-)
Also, los geht`s:

- eine ebene und glatte Arbeitsplatte besorgen, ca. 30 x 70 cm z.B. aus beschichtetem Presspan o.ä.
- wer die Bauzeit optimieren möchte, richtet sich 2 Arbeitsplatten. Dann kann man die vielen kurzen Klebe- bzw. Trocknungspausen nutzen und in dieser Zeit parallel immer gleich an einem zweiten Teil weiterbauen
- Alle Teile mit einem stets scharfen Bastelmesser aus den Platten heraustrennen. Bei den meisten Teilen ist der Haltesteg nur auf der Rückseite sichtbar. Niemals die Stege durch Reißen oder Abdrehen trennen: die Reste können dann nur mühsam mit einem sehr feinen Messer oder Skalpell wieder entfernt werden
- Das Verkleben der Kartonteile erfolgt mit verdünntem Weißleim (Ponal o.ä.), der mit feinem Pinsel – meist von der Rückseite her – ganz dünn aufgetragen wird. Durch die Kapillarwirkung zieht sich der flüssige Klebstoff in die Ritzen der Steckverbindungen und sorgt für sichere Verbindung. Durch die Saugfähigkeit des Kartons härtet die Klebestelle auch recht schnell ab. Man kann z.B. am Gitterwerk direkt eine Strebe nach der Anderen einsetzen und verkleben. Pinsel zwischendurch öfters im Wasser säubern.
- Beim Einfädeln vorsichtig mit den kleinen Laschen umgehen, damit sich keine Papierschichten lösen. Sollte dennoch mal was ausfranseln, mit Skalpell oder scharfen Messer die lose Papierschicht einfach abtrennen.
- Überschüssigen Klebstoff auf solchen Stellen vermeiden, die später lackiert werden und im sichtbaren Bereich liegen. Ist aber mal doch zuviel Klebstoff draufgekommen, kann man diesen auch mit reinem Wasser im Pinsel und einem zweiten, trockenem Pinsel wieder aufnehmen
- Wichtiges Werkzeug sind eigentlich nur gute Pinzetten, scharfe Bastelmesser und Pinsel. Weiteres Hilfsmittel sind Wäscheklammern und Miniaturwäschklammern, die vorne z.Tl. noch etwas abgesägt wurden, damit auch bis in kleinste Ecken gut geklammert werden kann.
- Zum Ansetzen des Weißleimgemisches dienen kleine Schälchen. Gut bewährt hat sich auch eine alte Box von Stabilit-Express. In der verschließbaren Härterwanne wird der unverdünnte Leim aufbewahrt, die drei Offenen dienen für`s Wasser und zum Mischen. Die Mischwanne nach Gebrauch sofort auswaschen (das Rausfummeln abgetrockneter Leimreste ist sehr lästig)
- Dem Bausatz liegt eine Testplatte bei, mit der man schon mal Erfahrungen im Kartonmodellbau sammeln kann. Weitere Infos dazu auch hier







2. Senkrechtes Gitterwerk zwischen den Masten

1. Teile für zunächst ein senkrechtes Gitterwerk heraustrennen.
2. Die beiden horizontalen Verstärkungsstreben des ersten Kreuzverbandes von außen (geritzte Trennfuge im Bereich der Knotenbleche sichtbar) in das Gitterwerk einstecken und umgedreht auf die Arbeitsplatte legen. Mit Holzklötzchen beschweren, damit die Teile immer vollkommen eben auf der Arbeitsplatte aufliegen. Und darauf achten, dass die Nocken richtig tief in der Gitterwerkstrebe sitzen. (ansonsten zeigt das T-Profil später unschöne Schlitze).
3. Erst nur die drei innen liegenden Stecknocken verkleben. Auf rechtwinkligen Sitz achten!
4. Anschließend die außen liegenden, etwas längeren Nocken mit Klebstoff benetzen (aber ganz sparsam, denn hier muss es später noch an den Knotenblechen aufliegen). Nochmal darauf achten, dass die Streben genau rechtwinklig stehen (der Klebstoff trocknet recht schnell !!!)
5. Die langen Diagonalstreben mit der mittigen "U"-Aussparung zur Nocke hin zuerst einsetzen, danach dann die Andere mit dem "umgekehrten U", so dass sich beide Streben mittig kreuzen. Darauf achten, dass die Nocken richtig tief drin stecken. Die Streben sind asymmetrisch, die "U" liegen also etwas außermittig.
6. Das Gitterwerk umdrehen und die Diagonalstreben von hinten verkleben. Wieder Holzklötzchen verwenden und auf rechtwinklige Lage achten.
7. Sich nunmehr der nächsten Etage widmen, usw.
Beim Bau der niedrigeren Variante des Turmes ist die unterste Etage abzutrennen
8. Nach Fertigstellung der Gitterwerke sollten diese jetzt lackiert werden, auf jeden Fall aber innen, denn das wäre nach dem zusammenbau nur noch schwer erreichbar. Die Klebestellen für die Auflagen an den Knotenbleche der Masten abdecken und nicht lackieren!
9. Die Gitterwerke zunächst zur Seite legen









3. Horizontales Gitterwerk zwischen den Masten


1. Teile für zunächst ein Gitterwerk heraustrennen. Die nummerierten Teile 1 bis 3 vorerst noch in der Platte belassen. Vorgehensweise analog wie bei den senkrechten Gitterwerken.
2. Die beiden Streben Nr. 1 heraustrennen und in die beiden Streifen einsetzen, bei denen alle Nuten in einer Reihe längs verlaufen (vgl. Beschriftung auf der Platte). So auf die Arbeitsplatte legen, dass ein Verkleben von hinten möglich ist. Auf senkrechten Sitz achten. Mit Klötzchen zur ebenen Auflage beschweren
3. Die drei inneren Nocken verkleben. Die Dorne an den Enden werden noch nicht verklebt (müssen zum späteren Einstecken im Turmgerüst noch seitenbeweglich bleiben)
4. Die Streben Nr. 2 kommen in die Reihen mit je einer querstehenden Nut (vgl. Beschriftung auf der Platte)
5. Streben Nr. 3 montieren
6. Mit etwas Übung kann man auch alle 6 Streben auf einmal einsetzen. Dazu Holzklötzchen unterlegen und vor dem Umdrehen die inneren 6 Kreuzungspunkte von oben schon mit etwas Klebstoff benetzen/fixieren.
7. Wer will, kann die Gitterwerke bereits jetzt lackieren. Die Klebestellen für die Auflagen an den Masten jedoch freilassen!
8. Die 4 Gitterwerke zunächst zur Seite legen. Beim Bau der niedrigeren Variante des Turmes kann auf das unterste Gitterwerk verzichtet werden (vgl. Punkt 5.)







4. Maste

1. Teile für zunächst einen Mast heraustrennen.
2. Beim breiten Hauptprofil weisen die Biegenuten der Knotenbleche nach hinten (innen). Die Biegenuten mit einem harten Pinsel oder kleiner Bürste von Laser-Staubresten befreien und - falls möglich - mit Luft ausblasen (Staubreste würden den Leim verfärben)
3. Das Hauptprofil auf die Arbeitsplatte legen, die Biegenuten weisen zum Betrachter
4. Das hintere Profil einsetzen
5. Hilfswinkel heraustrennen und Z-förmig biegen und in die liegende Profilgruppe einsetzen. Die Stecknasen der Winkel müssen richtig in den Öffnungen der Knotenbleche stecken. Dann den Mast umdrehen, dass die Z-Winkel auf der Arbeitsplatte stehen
6. Vor dem Verkleben darauf achten, dass das Verstärkungsprofil komplett zur richtigen Seite gezogen ist und dass alle Nocken tief in den Nuten sitzen.
7. Klebstoff zunächst nur im Bereich der bereits eingesetzten Nocken auftragen
8. Wenn alles gut sitzt, das hintere Ansatzprofil bereitlegen und jetzt die freien Nuten sparsam (!) mit Klebstoff bestreichen sowie das Profil zügig einsetzen (bevor der Klebstoff beginnt abzutrocknen!). Den Klebstoff hierzu ggfs. etwas flüssiger anmischen. Seitlich ausgetretenen Klebstoff kann man mit feinem Pinsel und etwas Wasser aufnehmen bzw. verteilen. Zuviel Wasser umgehend mit Küchenpapier oder trockenem Pinsel aufnehmen
9. Alle Profile nochmal auf guten Sitz prüfen. Es liegt ein Klemmstück aus Karton für das obere Mastende bei. Der Markierungsring weist zum Umlaufträger. Am unteren Ende schiebt man die Sockelplatte zum winkeligen Fixieren drüber. Zum Aushärten in exact geradem Zustand den Mast wieder mit den Z-Trägern auf die Arbeitsplatte legen. Ggfs. mit Holzklötzen o.ä. beschweren. Darauf achten, dass der etwas breitere Mastfuß über das Plattenende hinausragen kann
10. Nach dem Aushärten die Knotenbleche auf 30° abwinkeln. Zuvor in die Nut Klebstoff einbringen und zum Aushärten die Schablonenplättchen überschieben. Diese dienen gleichzeitig auch als Abdeckung des Schlitzes beim Lackieren der Mastinnenseite. Die beiden oberen Knotenbleche werden mit 15° abgewinkelt
11. Die Bodenplatten zur Auflage auf den Fundamenten noch nicht ankleben













5. Turmunterbau zusammensetzen


1. Schablone für die Bodenplatte und die 6 Betonfundamente heraustrennen und auf die Bodenplatte auflegen. Hierfür empfiehlt sich Sperrholz in einer Stärke ab 10 mm, damit sich die Platte später beim Beschottern bzw. Begrasen nicht verzieht. Die Außenmaße sollten zuvor an den Aufstellplatz der Modellbahnanlage angepasst werden. Auf Wunsch können individuelle Platten mit praktischem Sechs-Eck-Ausschnitt für den Mastboden per Laser zugeschnitten werden.
2. Bodenring für den Rohrturm aufkleben
3. Fundamente mit dem Markierungsring nach innen auf die Bodenplatte kleben. Beim Bau der niedrigeren Variante des Turmes ist die Position der Fundamentplatten erst nach dem Einsetzen der senkrechten Gitter in die Maste endgültig zu bestimmen
4. Oberen Abschlussring für das Mastgerüst und die Hilfsklammern heraustrennen
5. Die oben gelegenen Dreiecksbleche der Masten durch Biegen an den Radius des Abschlussrings anpassen
6. Bodenplatte auf ebene Unterlage stellen. Die 6 Masten stellen und mit den Hilfsklammern am Abschlussring befestigen. Alles winkelig ausrichten, aber noch NICHTS kleben!
7. Jeweils einen einzelnen Mast abnehmen und die Karton-Bodenplatten zur Auflage auf den Fundamenten einkleben. Den Mast wieder provisorisch einsetzen, damit die Bodenplatte sauber auf dem Fundamentsockel aufliegt
8. Jetzt die Masten von innen lackieren. Die Etage oberhalb des letzten Gitterwerks bleibt noch frei. Nach Trocknen der Farbe die Masten wieder provisorisch stellen und ausrichten.
9. Die senkrechten Gitterwerke einsetzen und – wo nötig - mit Miniklämmerchen sichern
10. Sitzen alle 6 Gitterwerke korrekt, mit dem Verkleben beginnen. Dazu einzeln eine Lasche aus dem Knotenblech herausziehen, das Knotenblech im Bereich der Auflagefläche dünn und sparsam (!) mit Klebstoff bestreichen, das Profil wieder reindrücken. Die passend zugeschnittenen Hilfs-Auflagen einsetzen und mit herkömmlicher (kräftiger) Wäscheklammer gut anpressen. Bei der inneren Auflage weist der schmale Steg zur Mastmitte
11. Die 6 bogenförmigen Verstärkungsbleche mit den zugehörigen Stecklaschen auf der untersten Ebene innen in die Maste einkleben. Beim Bau der niedrigeren Variante des Turmes kann statt der Verstärkungsbleche auch das horizontale Gitterwerk verwendet werden
12. Den Turm von der Bodenplatte abnehmen. Dabei zur Sicherheit an der Position eines Mastes eine Markierung anbringen, damit er später wieder an gleicher Stelle eingesetzt werden kann.
13. Die 4 horizontalen Gitterwerke von unten einfädeln, mit der obersten Lage beginnen. Das senkrechte Profilteil zeigt nach oben. Das Einfädeln der Dorne geht einfacher, wenn das Gitter mit Hölzklötzchen beschwert wird. Zum Verkleben die Strebenpaare einzeln soweit anheben, dass die kleinen Dorne nicht aus dem Loch herausrutschen. Mit dem Pinsel von der Seite her etwas Klebstoff einbringen.
14. Die Klebestellen innen nachlackieren





















6. Senkrechte Zwischenmaste und untere Ringplattform


1. Unterbau wieder in die Bodenplatte einsetzen und alles ganz genau winklig ausrichten
2. Die Dreiecksbleche der Hauptmasten mit dem Abschlussring verkleben (Klebstoff innen auftragen und gut in die Fugen laufen lassen)
3. Die Teile für die 6 Zwischenmaste heraustrennen und die Plattformträger einkleben. Auf rechten Winkel achten. In die schräg nach unten abgehenden Verstrebungen die Verstärkungsprofile einkleben
4. Die Dreiecksbleche wieder durch Biegen an den Radius des Abschlussrings anpassen sowie die Knotenbleche mit 15% abwinkeln
5. In die horizontalen Querstreben ebenfalls die Verstärkungsprofile einkleben
6. Den Zwischenmast mit den Hilfsklammern und den Miniklammern am Abschlussring befestigen und so ausrichten, das der Umlaufträger genau horizontal steht.
7. Dreiecksblech mit dem Abschlussring verkleben
8. Nach dem Aushärten die beiden horizontalen Querstreben einkleben. Weiterhin auf die genau waagerechte Lage des Umlaufträgers achten
9. Anschließend die schräg nach unten verlaufenden Streben etwas nachbiegen und mit den Hauptmasten verkleben
10. Die 2 Teile für die Verstärkung des Abschlussringes ausschneiden, vorbiegen, vorläufig anklammern, ausrichten und dann verkleben. Die Nietimitationen (Ringe) zuvor an den Dreiecksblechen ausrichten. Um später einen Lichtspalt zwischen Abschlussring und Kugel zu vermeiden, die beiliegenden Dichtungsstreifen gem. Foto einkleben
11. Die beiden Plattformgeländer zunächst miteinander und dann gem. Foto zu einem Ring verkleben. Die Laschen an den Stoßstellen aus Stabilitätsgründen außen aufsetzen. Die Gravierungen zeigen nach außen.
12. Die Bodenluke zur späteren Montage - wenn in aufgerichteter Form gewünscht - bereits jetzt ausschneiden.
13. Den Geländerring auf eine ebene Arbeitsfläche stellen, die schmale Seite für den Handlauf nach unten. Den Plattformboden (Gravur zeigt zur Arbeitskläche !) einfädeln. Immer wieder mit kleinen Gewichten sichern, damit nichts wieder rausrutschen kann. Beim Einfädeln vorsichtig mit den kleinen Laschen umgehen, damit sich keine Papierschichten lösen. Sollte dennoch mal was ausfranseln, mit scharfen Messer die lose Papierschicht abtrennen. Sind alle Nasen richtig drin, nochmal den guten Sitz prüfen und dann verkleben.
14. Den Ring für den Handlauf auflegen und durch einlaufen lassen ganz geringer Klebstoffmengen verkleben. Darauf achten, dass der Handlauf überall plan aufliegt.
15. Plattform auf die Träger auflegen, ausrichten, wenn nötig mit kleinen Gewichten beschweren. Dünnen Klebstoff vorsichtig von oben auftragen, damit nichts in die Gravierungen läuft. Nach dem Aushärten kann man auch noch mal von der Unterseite her Klebstoff einbringen
16. Nunmehr ist auch der obere Teil des Turmunterbaues lackierbereit
17. Die Teile für die Plattform zur Rohrturm-Tür hin ausschneiden, komplett zusammenstecken, mit Holzklötzchen gem. Fotos beschweren und verkleben.
18. Die Teile für die Leiter mit den beigefügten Hilfsklammern aus Karton zusammenstecken. Danach von außen Klebstoff sparsam in die Steckverbindungen laufen lassen
19. Plattform und Leiter werden erst nach dem Lackieren montiert



































7. Behälter und obere Ringplattform

1. Die Guss-Schalen mit Mini-Trennscheibe oder besser noch, mit Mini-Kreissägeblatt vom Anguss befreien. Vorsicht auf die Finger! Schutzhandschuh tragen! Keinen Seitenschneider nehmen, um Rissbildung in der Kugelfläche zu vermeiden
2. Mit Sandpapier und Schleifklotz bis zur Ansatzkante planschleifen
3. Sandpapierbögen auf ebener Fläche auslegen und die Halbkugel durch vorsichtiges Drehen absolut plan abziehen
4. An zwei Stellen der Kugeloberfläche waren leider kleine Formfehler nicht zu vemeiden, die sich jedoch durch Nachschleifen leicht beseitigen lassen. Nass-Schleif-Schwämmchen sind für Resin sehr gut geeignet. Oberfläche gut entfetten (warmes Seifenwasser)
5. Obere Ringplattform gem. 6.11. ff mit Geländer versehen. Aus Stabilitätsgründen besteht dieses aus dem dickeren Karton. Die Innenkannte des Geländerringes mit dem Pinsel streichen (per Airbrush später schlecht erreichbar)
6. Die Bodenluke kann wahlweise auch in verschlossenem Zustand dargestellt werden. Dann aus Kartonresten kleine Auflagepunkte unter dem Boden schaffen
7. Die Ringplattform auf die untere Halbschale auflegen und zentrisch ausrichten. Darauf achten, dass kein Plattformträger auf einer Nietreihe zu liegen kommt. Am Besten: einen Träger ganz scharf links von einer Stoßfuge plazieren. Position mit Filzstift markieren.
8. Die in Resin abgegossene Halbkugel ist am Äquator nie ganz genau rund. Das Material ist aber sehr elastisch und lässt sich deshalb gut an den Kreisbögen des Plattformbodens ausrichten. Dann punktuell mit kleinen Tröpfchen Sekundenkleber Ringplattform und Halbschale fixieren. Zuerst mal alle 90° leicht anheften, um die Umfänge abzustimmen. Dann rechts und links von den Querstegen des Plattformbodens beginnen. Zwischendurch immer wieder die richtige Lage prüfen und notfalls mit Klebeband und kleinen Gewichten fixieren. Ist das geschafft, liegt der kniffligste Punkt hinter uns
9. Aus Resten des dünneren Kartons die kleinen Laschen zuschneiden, die dann die kraftschlüssige Verbindung zwischen den Halbschalen herstellen. Diese an der unteren Halbschale mit Sekundenkleber in die Aussparung - jeweils rechts und links den Querstegen – einkleben. Nach dem Aushärten soweit nach innen biegen, dass sich die obere Schale leicht drüberstülpen lässt.
10. Die Wandstärke der Halbschalen unterliegt fertigungsbedingt zwangsläufigen Schwankungen. Bei der Lage der oberen Schale darauf achten, dass die beiden dünnsten Stellen übereinander zu liegen kommen. Weiterhin sollten die senkrechten Nietreihen mittig gegeneinander versetzt sein.
11. Auf die Kartonlaschen 2-Komponenten-Kleber auftragen. Einen Kleber nehmen, dessen Topfzeit nicht zu niedrig liegt, damit die obere Schale in Ruhe aufgesetzt und sauber ausgerichtet werden kann. Nur soviel Kleber aufbringen, dass beim Aufeinanderdrücken der Kugelhälften die kleinen Taschen gerade gefüllt sind und kein Kleber nach aussen dringt. Nach dem Abbinden kann man auch noch mit einem Holzstöckchen – wo nötig - Kleber durch die Polöffnungen innen aufbringen.
12. Mit den Bohrlehren aus Karton die Löcher für die Plattformträger in der unteren Kugelhälfte ankörnen, dünn vorbohren und auf 1,0 mm nachbohren. Die Träger zunächst an der Kugel mit Sekundenkleber befestigen, am Umlauf dann wie üblich per Pinsel und flüssigem Weißleim
13. Die 3 Teile für die Laufschiene der Roll-Leiter zu einem Ring zusammenkleben; dabei an einem Lineal gerade ausrichten. Zunächst außen die Laschen setzen; dann zusätzlich auch innen schienen. Beim Einsetzen in die Plattformträger darauf achten, dass keine Lasche im Bereich der Bodenplatte zu liegen kommt
14. Der Kugelbehälters lässt sich zum Lackieren gut über das Rohr vom Rohrturm schieben, mit Klebeband sichern, dann auf zwei Arbeitsböcke auflegen und wie ein Drehspiess beim Spritzen hin- und herdrehen




























8. Laterne und Roll-Leitern


1. In das Wandteil der Laterne die Fenster und die Lüftergitter einkleben
2. Die Wandteile abwinkeln. Dazu kleine Holzteile aussen auflegen, damit der dünne Karton sauber abgekantet werden kann. Danach die Wandteile in den oberen und unteren Abschlussring (beide identisch) einfädeln. Nun die Stoßstelle der Wandteile mit Laschen von innen verkleben. Die Nahtstelle während des Verklebens mit Kreppklebeband oder Papierzwischenlage und Gummiringe in Form halten
3. Wenn abgetrocknet, die Abschlussringe von innen festkleben; aber sparsam, da die Stecklaschen später auch für`s Dach und die kleine Bodenplatte genutzt werden
4. Zur optischen Aufwertung kann auf die Tür ein Diagonalbalken aufgeklebt werden
5. Dieser Teil der Laterne kann gesondert in einem anderen Farbton (z.B. braun) lackiert werden
6. Die Dachflächen abwinkeln, von innen mit zwei Laschen verkleben und nach dem Aushärten auf die Zwischenplatte aufkleben
7. Als Turmspitze bzw. Blitzableiter der beiliegende (Schaschlik -) Holzspieß verwendet
8. Montage der kleinen Bodenplatte: der Ring dient als Laufschiene für die obere Roll-Leiter. Der höhere Teil des Ringes weist nach unten zur Kugel hin
9. Nach dem Lackieren die Fenster verglasen und die Laterne komplett verkleben
10. Die Roll-Leitern gem. 6.19. zusammenstecken und verkleben
11. Die Träger für die Räder sind zuvor abzuwinkeln und dem Verlauf der Rollbahn auf den Plattformen anzupassen. Beim Verkleben auch die Biegenuten mit Klebstoff befüllen.
12. Zur Befestigung der Radscheiben sind 0,5mm Drahtstückchen geeignet
13. Nach dem Aushärten ist an der oberen Leiter der Mittelsteg des Radträger zu durchtrennen; am besten auch wieder mit einem Mini-Kreissägeblatt




























9. Restarbeiten und Endmontage


1. Das PVC Rohr für den Rohrturm Nass-Schleifpapier längenmäßig anpassen und danach anschleifen, damit die Lackierung gut hält und die Oberfläche nicht zu glänzend wirkt
2. Die Position der Türen markieren
3. Um die Rohrturm-Türen der Wölbung anzupassen, diese auf ein kleineres Rundholz auflegen oder von Hand vorbiegen. Die Türen mit kleinen Stückchen Klebeband an den richtigen Stellen fixieren, und zwar so, dass man sie noch aufklappen kann, um Pattex o.ä. aufzutragen. Dann Papier zum Schutz drüberlegen und mit Klebeband oder Schnur fest umwickeln
4. Den Rohrturm in den Turmunterbau einsetzen. Ganz besondere Vorsicht dabei, damit nicht die horizontalen Gitterwerke beschädigt werden! Wer den Turm später öfters auf- und abbauen will, sollte sich unbedingt ein Rund - oder Vierkantholz als Führung auf die Grundplatte setzen, damit das Rohr garnicht mehr in die Nähe der filigranen Profile kommen kann
5. Den Kugelbehälter aufsetzen
6. Den Rohrturm durch Drehen in die richtige Position für die unteren Plattformen bringen.
7. Die Plattform zur Tür und die Leiter zur unteren Ringplattform einfädeln
8. Die Plattform mit einem kleinen Punkt 2K-Kleber im Kreuzungspunkt des waagerechten Gitterwerks befestigigen und nach dem Aushärten die Leiter mit Sekundenkleber an Füßen in die Aussparungen am Boden einsetzen
9. Die untere Ringleiter einhängen; dazu den Behälter etwas angeheben
10. Aufsetzen der Laterne und obere Leiter einhängen
11. Rohrturm, Behälter, Ringleitern und Laterne sollten grundsätzlich nicht miteinander verklebt werden, um sicheren Transport und Aufbewahrung zu ermöglichen.










10. Verpackung und Transport

Kugel und Unterbau sollten getrennt von einander verpackt werden. Aus dem ursprünglichen Versandkarton lässt sich notfalls ein "zu Hause" für den Turmunterbau "zimmern".
Besser ist jedoch eine nach oben offene Kiste aus Sperrholz oder dünnem Pressspan. Das Führungsholz gem. Punkt 9.4 sollte in der Länge so auf die Kistenmaße abgestimmt werden, dass der Kistendeckel die Bodenplatte des Turmes leicht auf dem Kistenboden andrückt. Die Bodenplatte des Turmes sollte noch mit auf dem Kistenboden aufgeklebten Leisten gegen seitliches Verrutschen gesichert werden.

Für die Kugel sucht man sich einen passenden Karton mit Innenmaßen von min. 42 x 42 cm, 35 cm Höhe und kleidet diesen mit passend zugeschnittenen Schaumstoffteilen o.ä. aus.



11. Sonstiges

Sollte während des Bauens doch irgendwo einmal ein Kartonbauteil zu sehr „ausgefranselt“ oder mit Kleber „versaut“ sein, hilft ein selbst gebautes Skalpell: in einen ausgedienten Pinselstiel wird ein mit der Mini-Trennscheibe zugeschnittenes Teil einer Rasierklinge eingeklebt



Ganz wichtig: und wenn einmal etwas schief gehen sollte, es kann jedes Teil - mit Ausnahme der Kugelbehälter - einzeln nachbestellt werden !


In diesem Bericht werden sicher noch einige Bilder ausgetauscht werden. Wenn die Bildqualität also manchmal etwas zu wünschen lässt, bitte noch etwas Geduld oder einfach nachfragen.

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. Vielen Dank!
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Noch einen allgemeinen Hinweis zur Lasertechnik mit Karton: besonders bei den Geländerausschnitten fällt auf, dass diese Teile mit Haltestegen versehen sind, obwohl diese eigentlich garnicht gebraucht werden. Das Heraustrennen erscheint deshalb vielleicht als lästig oder sinnlos. Diese Haltestege sind jedoch beim Lasern notwendig, damit sich solch kleine und leichte Teile nicht im Luftstrom der Absaugung aufstellen und mit dem Laserkopf kollidieren.


06.2010.ab