IG Spur 1 Module Rhein-Neckar,

Mannheim (IGMA)

Im Oktober 2011 begann die Auslieferung der Epoche 3a Ausführung in roter Farbgebung.

Die "Macke" aus der ersten Serie (DRG) wurde behoben: der Faltenbalg besteht aus wesentlich dünnerem Leder, ist geschmeidig und es gibt keinerlei Probleme mehr mit Entgleisungen.

Das Mitteldrehstell trägt größere Räder wie die Vorlaufdrehgestelle. Dort sind es 28,5 mm im Durchmesser, in der Mitte aber 31,5 mm, also 3 mm mehr. Der unschöne Effekt ist natürlich, dass der Zug in der  Mitte um 1,5 mm höher liegt. Betrachtet man den Zug daraufhin genau, sieht man das nicht nur in der Ansicht von vorne sehr deutlich.

Der ganz große Nachteil ist die negative Auswirkung auf die sichere Stromaufnahme des Zuges durch die 4 Haftreifen. Die beiden äusseren Drehgestelle nehmen zwar mit allen Rädern Strom auf, aber die beiden Wagenhälften sind in der Mitte an der KK-Kulisse ohne jegliches Kippspiel aufgehängt. Fährt der Zug also auf etwas unebenen Gleisen, wankt immer der ganze Zug als Einheit.

Wir haben also - wie bei den DRG Zügen auch - als erstes die großen Radsätze ausgebaut und durch Haftreifenlose kleineren Durchmessers ersetzt. An sich kann man dazu auf die als Ersatzteil gelisteten vorderen Drehgestellradsätze zurückgreifen. Diese sind aber nicht immer lieferbar, und wenn doch, dann unangenehm teuer, nämlich 35 Euro pro Radsatz (Stand 11/2011), also in Summe nochmal mindestens 70 Euro für den Zug. Wir haben uns daher Räder aus Edelstahl drehen lassen und kommen mit dem halben Preis aus. Der Umbau ist einfach, wobei wir aber auch gerne helfend dabei sind. Positiver Effekt ist noch, dass Laufflächen aus Edelstahl weniger verschmutzen wie das hartverchromte Messing beim Originalmodell.

zur Demo: links der neue Radsatz mit 28,5 mm, rechts der Alte mit 31,5 mm


unsere neuen Radscheiben ...

... am Triebgestell montiert

 


einige Radschleifer fallen etwas länger aus. Zur Sicherheit kann man den Abnahmepunkt um einen halben Millimeter abschleifen, um sicherheitshalber eine Berührung mit der Isobuchse zu vermeiden

Die Radsätze innerhalb des Drehgestells haben Dreipunktlagerung. Sehr gut also! Aber warum haben die Drehgestelle gegenüber dem Wagenkasten kein Kippspiel erhalten? Beide Wagenhälften liegen doch sicher geführt am Mittelteil auf!  Also schneidet man noch beiden seitlichen Stütznasen an jedem Drehstell mit dem Seitenschneider ab.Zusätzliche Unterlagscheiben zum Höhenausgleich sind nicht erforderlich, denn die am Rahmen und Drehgestell angeformten Ringauflagen ergeben genau die gleiche Gesamthöhe. Irgendeiner der Konstrukteure hatte da wohl schon mal den richtigen Gedanken gehabt ...

 

 

 

Zum Ausbau der Drehgstelle baut man die Radschleifer aus. Dazu mit einer feinen Schraubenzieherklinge in die halbrunden senkrechten Aussparungen fahren, um die Federhalter der Schleiferplatte zu lösen. Nach Lösen der Halteschraube das zum Schleifer führende Kabel ablöten. Manchmal fällt das Kabel auch ohne Löten ab, da man werkseitig vor dem Löten oft vergessen hat, die lötfeindliche Schwarzvernickelung abzuschleifen. Das sollte man bei dieser Gelegenheit nachholen und dann das Kabel gleich von oben anlöten.

 

Nach diesen beiden Umbaumaßnahmen fährt der Zug wie Butter, und das auch noch nach Stunden auf hart beanspruchten Gleisen ...

Einziges Manko an unserem Zug:
offenbar durch die Vibration beim Fahren rutscht das Dach nach innen, verliert den Halt an den Rastnasen und fällt im Einzelfall auch mal ganz vom Zug runter. Andere Modellbahner haben dies auch schon festgestellt. Wenn man sich selbst helfen will, bietet sich eine zusätzliche Verschraubung der beiden Dächer an, die sich in den Abgashutzen "unsichtbar" unterbringen lässt


in die Aussparung der Inneneinrichtung ein Kunststoffteil (hier Plexi) passend zuschneiden und einkleben

 


den Abgashutzen soweit wie möglich zur Fahrzeugmitte hin durchbohren und eine Schraube (hier M2) mit möglichst kleinem Kopf wählen

 


Dach aufsetzen, Bohrung anreissen und Gewindeloch einbringen

 


der im Normalbetrieb nicht sichtbare Schraubenkopf  

 

wird fortgesetzt ...

(die CVs, Schlusslicht getrennt schalten, Kuppeln mit anderen Fahrzeugen, ggfs. auch noch Einbau warmweißer LED)

12.2011.ab