IG Spur 1 Module Rhein-Neckar,

Mannheim (IGMA)

Bei einem größeren Anlagenaufbau 2008 hatte sich endgültig die Erkenntnis eingestellt, dass der Booster-Einsatz bei Modultreffen nicht mit demjenigen bei stationären Heim- oder Clubanlage vergleichbar ist. Mehr ...

Beim Modultreffen 2009 in Borken haben wir bei der Fahrstromversorgung nur noch mit dezentralen Boostern gearbeitet, und zwar ausschließlich mit dem 6 Ampere Booster von Uhlenbrock.

Hierzu wurde für die DCC Signalleitung eine separate Verkabelung - ausgehend von der Intellibox als Digitalzentrale für die Fahrzeuge - zu jedem Booster eingerichtet. Der Anschluss am Booster erfolgt mit der 3-poligen Seckverbindung, die jedem Booster und jeder IB beiliegt. Diesen Stecker nicht vergessen bei Modultreffen mitzubringen! Das Kabel stellen wir und schliessen es auch selbst an diesem Stecker an.  Die Fahrstromverkabelung von Booster und Trafo stellt der Besitzer des Boosters.

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Die Abbildung zeigt die Signalleitung (rot/blau) sowie den Fahrstromanschluss an die Module (rot/schwarz)

 

Bei der Signalleitung wird die Leitung "E" für die Kurzschluss-Rückmeldung nicht mit angeschlossen. Dadurch wird nicht bei jedem Kurzschluss die gesamte Anlage abgeschaltet. Der Booster schaltet etwa 15 Sekunden nach Beseitigung des Kurzschlusses automatisch wieder ein.

Die Anlage wurde in 9 Fahrstromkreise à 6 Ampere aufgeteilt. Die Trennstellen zum Nachbarstromkreis sind 1-polig. Es gibt also einen durchgehenden "Masse"-Leiter auf der Anlage, damit der von Uhlenbrock empfohlene Sicherheitshinweis (gemeinsame Verbindung der Speisetransformatoren) über die interne Verbindung von Klemme 4 und 5 realisiert werden kann.

Die Trennstellen sollen auch deshalb nur einpolig ausgeführt werden, damit sich die bei unterschiedlicher Booster-Belastungen die unvermeidliche Funkenbildung an den Rädern nur auf eine Seite beschränkt.

Es empfiehlt sich bei zweigleisigen Strecken übrigens, beide Gleise parallel zu schalten und dafür die Boosterabschnitte kürzer zu halten.
Durch die Parallelschaltung verdoppelt sich der Leitungs-Querschnitt und man reduziert den Spannungsabfall damit ganz erheblich. Ordnet man dann noch den Booster in der Mitte des Abschnittes an und brückt die Ringleitung zusätzlich an den Trennstellen, erhält man den vierfachen Querschnitt!

Das Parallelschalten der Streckengleise hat ausserdem noch den Vorteil, dass man nach dem Anlagenaufbau flexibel reagieren kann, wenn sich in einem Abschnitt doch Versorgungsprobleme auftun sollten: Kabelbrücken auftrennen und einen zweiten Booster placieren.

Nicht über den Trennstellen stehen bleiben !

Niemals in einen Abschnitt einfahren, dessen Booster gerade wegen Kurzschluss abgeschaltet hat !



Beispiele für die Markierung von Trennstellen

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Diese Hinweis-Schilder bestehen aus 3mm MDFsowie 0,5mm Karton und werden an den Modulübergängen zwischen die Kopfstücke geklemmt

Oder man nimmt diese "Einweg-Teile" aus faltbarem Karton, die gleichzeitig die Isolierung der Schienenprofile gewährleistet

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Ein Foto vom Anlageneinsatz folgt bei Gelegenheit



 

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Für den Fahrstromanschluss nur diesen Steckertyp verwenden!
Die leider immer noch anzutreffenden Stecker für den Querlochanschluss bieten mit den freiliegenden Steckerstiften hohe Kurzschlussgefahr !!!

 

Bitte den Booster entsprechend vorbereitet mitbringen:
- Trafo 16 V (150 VA) und Booster mit dem Namen beschriften
- 230 V Verlängerungskabel und Tischsteckdose wären hilfreich
- Klemmen 5 und 6 mit dem 150 VA Trafo verbinden (min. 1,5 qmm)
- Klemme 4: 1,5 m langes schwarzes Kabel (min. 1,5 qmm) und scharzer Stecker gem. Abb.
- Klemme 3: 1,5 m langes rotes Kabel (min. 1,5 qmm) und roter Stecker gem. Abb.
- Klemmen 1 und 2 (Kehrschleife) bleiben frei
- 3-poligen Stecker für DCC Signalleitung (Buchse 4) bereithalten
- DIP Schalter 1 auf EIN, der Rest AUS
- Poti auf rechten Anschlag (20 V)

Zur Planung von Booster & Co hatten wir übrigens im Vorfeld bei Uhlenbrock und Lenz angefragt. Wer das im Detail nachlesen will: hier

 

Borkener Modultreffen im März 2009

Dieses Konzept "Booster & Co" mit 9 dezentralen Uhlenbock 6 A Boostern hat sich bei diesem Anlagenaufbau sehr gut bewährt. Ein dickes Dankeschön an die Firma   UHLENBROCK für die Leihgeräte !!!

Die Verkabelung war natürlich gewöhnungsbedürftig, aber bei einem Modultreffen eben auch nur "fliegend" zu bewältigen.

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Nicht zu unterschätzen ist der Bedarf an Mehrfachsteckdosen und Verlängerungskabeln/Kabeltrommeln !

 

Vor dem Hintergrund, dass Uhlenbrock künftig nur noch einen 3,5 Ampere Booster anbieten will, ist allen Modulisten eine schnelle Kaufentscheidung bei dem 6 Ampere Typ empfohlen.

 

Mehr wie 9 Booster ...

Da die Gleislänge in Borken mittlerweile auf über einen Kilometer angewachsen war,  mussten insgesamt 25 Booster installiert werden. Für diese Last ist der CDE Ausgang der Intellibox nicht mehr geeignet. Durch die freundliche Beratung durch Herrn Richter von der Firma Uhlenbrock erfuhren wir, dass die Booster-Eingänge C und D auch direkt aus dem Gleisausgang der Intellibox gespeist werden können.

Wichtig ist dabei, dass dann keine direkte elektrische Verbindung mehr zwischen der Gleisanlage und der Intellibox  bestehen darf. Die IB muss mit niedriger Ausgangsspannung ("Spur N") betrieben werden. Da Optokoppler keine hohen Sperrspannungen vertragen, ist zu deren Schutz direkt nach der IB noch eine Schottky Diode (SB 530 = 540 = 50SQ0301R, zB Conrad 164 089) in Reihe zu schalten.

Boosteranschluss 

 

Unbedingt auf die durchgehende Masseverbindung achten, die in diesem Beispiel jeweils am oberen Profil realisiert wurde.

Alle Bauteile für Booster & Co sind in diesem Warenkorb zusammengestellt

 

 

Noch in diesem Zusammenhang ...

Die zwischenzeitlich erhältlichen Railcom Booster legen beim Output zum Schienennetzt eine kleine Sendepause ein, um die Decoder zu Wort kommen zu lassen. Verwendet man herkömmliche Booster mit diesen Railcom-Typen gemeinsam, gibt es beim Ausgangssignal zwangsweise Unterschiede im Signalgefüge. Bei Versuchen an der Mannheimer Anlage ergaben sich erhebliche Probleme beim Überfahren von Trennstellen.

Railcom ist für die Automatisierung stationärer Anlagen oder für einen einzelnen Modellbahner mit großem Fahrzeugpark (Adressenübersicht) sehr nützlich, bringt jedoch für den temporären Aufbau von Modulanlage nur gravierende Nachteile, da eine schlagartige Umrüstung ohne Mischbetrieb notwendig wäre.

 

Nachtrag 05/2015
Der durchgehenden Masseverbindung kommt bei der alternativen LocoNet-Verkabelung von Boostern eine ganz besondere Bedeutung zu, da ansonsten über das LN Ausgleichsströme fliessen und die Geräte beschädigt werden.

01.2009, 04.2009,  10.2011, 05.2015 ab